Johanniter fordern mehr Hilfe für ambulante Pflege

Jens Spahn sitzt vor einem lilafarbenen Plakat und gestikuliert, rechts neben ihm sitzt ein Mann.

Johanniter fordern mehr Hilfe für ambulante Pflege

  • Johanniter finden kein Fachpersonal
  • Ambulante Versorgung immer schwieriger
  • Hilfsbedürftige werden abgewiesen

Bei einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Rheine haben die Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe am Freitag (13.07.2018) mehr Unterstützung für die ambulante Pflege gefordert. Sie beklagen, dass es kaum gelingt, genügend Fachpersonal zu finden.

Ambulante Pflege nicht berücksichtigt

Pflegerin hilft einem älteren Herren sich auf die Bettkante zu setzen.

In der ambulanten Pflege fehlt vielerorts Fach-Personal

Spahn will 13.000 neue Pflege-Stellen schaffen. Sein neues Sofortprogramm "Konzertrierte Pflege" müsse aber mehr Augenmerk auf die ambulante Versorgung legen, kritisieren die Johanniter. In einigen Stadtteilen Münsters beispielsweise könnten die Betroffenen nicht mehr adäquat ambulant versorgt werden, betont eine Pflegedienstleiterin der Johanniter.

Betroffene bekommen keine Hilfe

Der Fachkräftemangel sei auch auf das inzwischen schlechte Image des Pflegeberufs und die geringe Bezahlung zurückzuführen. Der Johanniter-Pflegedienst in Münster müsse mittlerweile fünf bis acht Anfragen von Hilfsbedürftigen pro Woche ablehnen.

Spahn will Verbesserungen

Jens Spahn steht vor einem lilafarbenen Plakat und gestikuliert, auf dem Plakat eine lachende Frau.

Gesundheitsminister Spahn diskutiert mit den Johannitern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn versprach nach dem Treffen, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen und die ambulante Versorgung mit zu berücksichtigen.

Stand: 13.07.2018, 17:53