Illegale Treffen der Autoszene in Lengerich und Münster

Zwei aufgemotzte Autos links und rechts mit brennenden Scheinwerfern, dazwischen stehen Männer.

Illegale Treffen der Autoszene in Lengerich und Münster

Die Polizei hat am Wochenende auf Parkplätzen in Lengerich und Münster illegale Treffen von Autofahrern der sogenannten Poser- und Daterszene aufgelöst. Dabei schrieben die Beamten insgesamt rund 230 Anzeigen wegen Verstoßes gegen den Coronaschutz.

Die Polizei war den Autofahrern schon früh auf den Fersen. Die ersten zehn Autos fuhren in der Nacht zu Samstag von Münster aus in Kolonne zum Rastplatz Münsterland Ost. Dort standen rund 80 weitere szenetypische Autos, deren Fahrer sich ganz offensichtlich verabredet hatten.

Von dort setzten sie ihre Fahrt Richtung Lengerich fort. Die Polizei folgte dem Konvoi und sorgte auf einem Baumarkt-Parkplatz in Lengerich für ein Ende des Treffens. Neben 180 Anzeigen wegen Verstoßes gegen den Coronaschutz gab es auch noch Verwarngelder: Acht Autos hatten nämlich keine gültige Betriebserlaubnis.

Szene traf sich auch in Münster

Archivbild: Auspuffanlage eines PS-starken Personenwagens

Mit aufgemotzten Autos versuchen sich die Fahrer in Szene zu setzen

In der Folgenacht traf sich die Szene auf zwei Parkplätzen in Münster. Einige Autofahrer versuchten noch, über die Grünflächen vor der Polizei zu flüchten. Die Beamten konnten aber die meisten von ihnen kontrollieren. Insgesamt gab es hier 52 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung.

Im Bereich des Hafens gab es Samstagabend außerdem ein illegales Rennen: Die Polizei erwischte einen 17-jährigen Kradfahrer und einen 19-jährigen Autofahrer, die sich mit einem dritten Wagen ein Rennen geliefert hatten. Sie mussten Führerschein und Fahrzeuge abgeben. Auf sie kommt nun ein Strafverfahren zu.

Polizei: Szene wird streng kontrolliert

Falk Schnabel sitzt am Schreibtisch

Polizeipräsident Schnabel will die Szene streng kontrollieren

Die Polizei in Münster stellt seit geraumer Zeit immer wieder solche Treffen fest und geht nach eigenen Angaben massiv dagegen vor. "Den sogenannten Posern geht es darum, sich vor einem Publikum in Szene zu setzen", erklärt Münsters Polizeipräsident Falk Schnabel das Phänomen. Sie verschafften sich Aufmerksamkeit durch ihre Fahrmanöver und den Lärm ihrer Motoren. "Das Sicherheitsgeführ vieler Münsteraner wird durch diese Szene stark beeinträchtigt", so Schnabel.

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Stand: 25.04.2021, 18:23