Siegener Trauma-Helfer bekommen Einsatzfahrzeug

PSU Team und Rettungskräfte

Siegener Trauma-Helfer bekommen Einsatzfahrzeug

  • Psychosoziale Unterstützer bekommen Einsatzfahrzeug
  • Team hilft bei traumatischen Einsätzen in Siegen-Wittgenstein
  • Minister fordert null Toleranz bei Gewalt gegen Rettungskräfte

Der Verein für Psychosoziale Unterstützung (PSU) in Siegen-Wittgenstein hat am Dienstag (26.03.2019) einen eigenen Einsatzwagen bekommen. Das PSU-Team betreut Polizei und Hilfsorganisationen bei traumatischen Einsätzen. Es ist für rund 5.300 Einsatzkräfte zuständig.

Wer Hilfe bei der Aufarbeitung braucht, kann sich anonym an das Team wenden. Die 13 Mitarbeiter dort sind selbst Feuerwehrleute und haben eine Zusatzausbildung absolviert.

Kleinbus mit acht Sitzen

Innenminister Herbert Reul bei PSU

Minister Reul gratulierte in Siegen zum neuen Kleinbus

Rund 17 Jahre lang sind die Ehrenamtlichen in eigenen Fahrzeugen zu den Einsätzen gefahren. Jetzt haben sie einen Kleinbus mit acht Sitzen. Er hat 35.000 Euro gekostet. 10.000 Euro hat der Kreis beigesteuert, der Rest stammt von Sponsoren.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) war zur Fahrzeug-Übergabe in die Siegener Rettungswache gekommen. Und er betonte: Die Gesellschaft müsse endlich null Toleranz bei Gewalt gegen Rettungskräfte entwickeln.

Initiativen gegen Übergriffe gefordert

Es werde höchste Zeit, dass Bürger-Initiativen entstehen, die sich eindeutig gegen Übergriffe auf Rettungskräfte aussprechen, so der Minister. Alle verfügbaren Mittel müssten eingesetzt werden, um solche Tätlichkeiten in Zukunft zu verhindern.

Dass Rettungskräfte im Einsatz bespuckt, beleidigt und tätlich angegriffen werden, ist zwar nicht die Regel. Aber es kommt auch in Siegen-Wittgenstein immer häufiger vor.

Stand: 27.03.2019, 09:47