Erster Schultag in Wenden nach Tod eines Mitschülers

Ein Schild vor dem Schulparkplatz weist darauf hin, dass nur Schulangehörige Zutritt zum Gelände haben

Erster Schultag in Wenden nach Tod eines Mitschülers

  • Polizei bewacht Gesamtschule in Wenden
  • Zaun ums Schulgelände soll Schüler schützen
  • Schulpsychologen helfen bei der Aufarbeitung

Nach der Tötung eines 16-jährigen Schülers war am Montag (05.11.2018) der erste Schultag an der Gesamtschule Wenden. Ein 14-jähriger Mitschüler steht unter Verdacht, den Jungen erwürgt zu haben - aus verschmähter Liebe.

Die Schulleitung hatte zwar angekündigt, dass der Unterricht bis 15 Uhr stattfinden soll. Dennoch wird normaler Schulunterricht nicht möglich sein. Das wurde bereits am Morgen deutlich.

Psychologen begleiten Schüler in Wenden: Schwierige Aufgabe

WDR 2 05.11.2018 03:39 Min. WDR 2

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Viele Schüler wurden von ihren Eltern zur Schule gebracht. Die Polizei bewachte den Eingang. Vor dem Schulgelände wurde am Wochenende ein Zaun errichtet. Die Maßnahmen dienten alle dazu, vor allem die Schüler zu schützen.

Hilfe für Schüler und Lehrer

Kerzen und Blumen an einem Zaun

Trauer in Wenden

Etwa 20 Schulpsychologen und ein Team von Notfallseelsorgern kümmern sich um Schüler und Lehrer. Sie beraten die Lehrer, wie sie auf die Schüler zugehen und ihnen helfen können, mit dieser extrem emotionalen Situation fertig zu werden.

Die Psychologen werden Klassengespräche begleiten und bieten auch Einzelgespräche an. In der Gesamtschule gibt es einen speziell eingerichteten Trauerraum, in dem sich alle von ihrem getöteten Mitschüler verabschieden können. Ende der Woche wird es eine schulinterne Trauerfeier geben.

Ermittlungen gehen weiter

Die Polizei wird in den nächsten Tagen einige Lehrer und Schüler an der Schule befragen, um mehr Hintergründe zur Tat zu erfahren. Das hat die Siegener Staatsanwaltschaft bestätigt.

Stand: 05.11.2018, 14:04