Siegener Betriebsrat: Toys R Us nimmt Kündigung zurück

Siegener Betriebsrat: Toys R Us nimmt Kündigung zurück

  • Toys R Us zieht fristlose Kündigung gegen Siegener Betriebsrat zurück
  • Der 53-Jährige kann ab Oktober 2018 wieder arbeiten
  • Spielzeugkette warf ihm sexuelle Belästigungen vor

Die Spielzeug-Kette Toys R Us hat die fristlose Kündigung eines Betriebsrats aus Siegen zurückgenommen. Der 53-Jährige kann ab Oktober 2018 wieder in Siegen-Weidenau arbeiten.

Die Geschäftsführung hatte ihm sexuelle Belästigungen vorgeworfen. Beim ersten Mal soll er eine Auszubildende umarmt und auf die Stirn geküsst haben. Im zweiten Fall soll er vor 15 Jahren einen sexistischen Spruch auf einer Betriebsfeier losgelassen haben.

Mit dem ersten Vorwurf war der Spielzeughändler vor dem Arbeitsgericht Siegen in erster Instanz gescheitert. Daraufhin kündigte die Geschäftsführung dem Betriebsrat ein zweites Mal. Diese Kündigung und die Revision gegen das erste Urteil zog sie jetzt zurück.

Der Gesamtbetriebsrat von Toys R Us wirft der Spielzeugkette vor, Betriebsräte unter Druck zu setzen. In Aachen zum Beispiel zog sie gegen eine Betriebsrätin vor Gericht. Sie habe sich zu oft freigestellt. Das Ziel: Sie als Betriebsrätin abzusetzen. Das Verfahren läuft noch.

Stand: 26.09.2018, 16:25