Coesfelder entwickelt virensicheren Stift für Monitore

Museen: Alternative Bedienung für Touchscreens Lokalzeit Münsterland 20.05.2020 01:19 Min. Verfügbar bis 20.05.2021 WDR Von Markus Wollnik

Coesfelder entwickelt virensicheren Stift für Monitore

  • Virensichere Bedienung von Monitoren
  • Stift aus stromleitendem Kunststoff
  • Einsatz im Museum

Ein Coesfelder Unternehmer hat einen Stift entwickelt, mit dem sich Touch-Monitore virensicher bedienen lassen. Am Mittwoch (20.05.2020) hat das Naturkundemuseum in Münster die Erfindung getestet.

Weil die Gefahr der Virenübertragung an Touch-Monitoren, also Bildschirmen, die mit dem Finger bedient werden, als zu hoch eingeschätzt wird, müssen Museen ihre Monitore zurzeit abschalten.

Stift als verlängerter Finger

Mann mit Atemschutzmaske bedient einen Touchscreen

Clemens Heddier hat den stromleitenden Stift erfunden

Auf den neuen Stift des Coesfelder Unternehmers Clemens Heddier sollen die Bildschirme genauso reagieren, wie auf den Finger. Was sonst nur auf sehr kleinen Bildschirmen funktioniert, soll mit der Erfindung auch auf den großen Monitoren der Museen klappen. Das Besondere: Der Stift ist zwar aus Kunststoff, aber trotzdem stromleitend.

Patentverfahren läuft

Clemens Heddier hat seine Erfindung schon zum Patent angemeldet. Er stellt sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten vor: Bank- und Fahrkartenautomaten oder auch Stop-Tasten im Öffentlichen Nahverkehr.

Erst einmal soll der Stift jetzt aber in Museen zum Einsatz kommen. Die Idee ist, dass am Eingang jeder Museumsbesucher einen solchen Stift bekommt. Am Ende werden sie wieder eingesammelt, gereinigt und neu verteilt.

Stand: 20.05.2020, 20:00