"Totenhaus": Neue Attraktion im Freilichtmuseum Oerlinghausen

Ein Museumsmitarbeiter steht neben dem nachgebauten "Totenhaus" im Freilichtmuseum Oerlinghausen

"Totenhaus": Neue Attraktion im Freilichtmuseum Oerlinghausen

  • Attraktion im Freilichtmuseum Oerlinghausen
  • Nachbau eines 3000 Jahre alten "Totenhauses"
  • Reste fand man unter anderem in Borchen-Etteln

Im archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen gibt es eine neue Attraktion. Dort ist zusammen mit der Ortsgruppe Oerlinghausen des Lippischen Heimatbundes ein 3000 Jahre altes "Totenhaus" nachgebaut worden.

Reste im Paderborner Land gefunden

Dabei handelt es sich um eine zeltartig gebaute Hütte, die bis zu drei mal vier Meter groß sein konnte. Sie war aus frisch gespaltenen Eichenbohlen gebaut. Die Reste einer solchen Totenhütte hat man zum Beispiel bei Borchen-Etteln im Paderborner Land gefunden.

Daher wissen die Museumsmacher auch, wie so ein Begräbnis-Ritual damals aussah: Die Reste der schon verbrannten Leiche wurden in eine Mulde gelegt. Darüber wurde dann die Hütte gebaut, und die wurde dann abgebrannt.

Grab-Beigaben aus Bronze und Gold

Darüber wurde dann später ein Erdhügel geschüttet. Das war dann aber eine Beerdigung nur für Reiche, wie man aus den Grab-Beigaben aus Bronze und Gold schließen kann.

Stand: 27.07.2020, 13:23