Tote Frau in Neuenkirchen offenbar ertrunken

Rettungskräfte betreten ein Grundstück, das mit einem Trassierband abgesperrt ist

Tote Frau in Neuenkirchen offenbar ertrunken

Die Tote, die in Neuenkirchen im Kreis Steinfurt in einem Brunnen gefunden wurde, ist ertrunken. Das hat die Obduktion am Donnerstag ergeben. Der Sohn der Toten, der vorläufig festgenommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß.

Noch rätseln die Ermittler, was in der Gärtnerei in Neuenkirchen tatsächlich passiert ist. Die 80-jährige Besitzerin lag dort am Mittwoch (26.06.2019) tot in einem Brunnenschacht. "Die Obduktion erbrachte keinen eindeutigen Hinweis auf ein Fremdverschulden", sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Donnerstag (27.06.2019) in Münster. Vielmehr stehe jetzt fest, dass die Frau ertrunken sei. "Als die Leiche entdeckt wurde, stand das Wasser im Brunnenschacht etwa zwei Meter hoch."

Ermittlungen gehen weiter

Allerdings fanden die Ermittler am Körper der Toten auch ein Hämatom. "Das kann durch einen Sturz, durch Rettungsmaßnahmen oder doch durch Fremdeinwirkung entstanden sein", meinte der Leiter der Mordkommission, Joachim Poll. "Wir ermitteln deshalb weiterhin in jede Richtung."

Tatverdächtiger Sohn wieder auf freiem Fuß

Unmittelbar nach dem Leichenfund am Mittwoch (26.06.2019) hatte die Polizei den 54-jährigen Sohn der Toten vorläufig festgenommen. Er habe sich bislang aber nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte Oberstaatsanwalt Botzenhardt. Inzwischen ist der Mann wieder auf freiem Fuß. Man habe ihn entlassen müssen, da es im Moment keinen dringenden Tatverdacht gegen ihn gebe.

Stand: 27.06.2019, 18:33