Sorge um das Große Torfmoor in Minden-Lübbecke

Aussichtsturm im Torfmoor

Sorge um das Große Torfmoor in Minden-Lübbecke

  • Zu wenig Niederschlag im dritten Jahr in Folge
  • Einige Vogelarten bereits auf dem Rückzug
  • Sorge um den großen CO2-Speicher

Das Große Torfmoor in Minden-Lübbecke leidet bereits im dritten Jahr in Folge unter der Trockenheit. Es steht schlecht um das Feuchtgebiet und seine Bewohner.

Artenvielfalt in Gefahr

„Wenn erstens der Regen ausbleibt und zweitens an jedem sonnigen Tag noch sechs Liter Wasser pro Quadratmeter verdunsten, dann ist dieser Lebensraum samt seiner Artenvielfalt in Gefahr", prognostiziert WDR-Wetterexperte Jürgen Vogt am Dienstag (26.05.2020).

Das 400 Hektar große Moor nördlich des Wiehengebirges ist Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere. Doch auch die leiden unter der Trockenheit. Viele Vogelarten, wie beispielsweise der Kiebitz, sind rückläufig. Das weiße Wollgras, das um diese Jahreszeit überall wachsen müsste, ist nur noch an wenigen Stellen zu finden.

Sorge um CO2-Speicher

Aber nicht nur das: Das Moor speichert Kohlenstoff. Doch bleibt das Wasser aus, verbindet sich der Sauerstoff mit dem Kohlenstoff und es wird CO2 freigesetzt. Das wiederum hat verheerende Folgen für das Klima.

Laut Moorführer Rainer Eschedor müsste es mehrere Monate am Stück regnen, damit der Wasserspeicher wieder ausreichend gefüllt wäre.

Stand: 27.05.2020, 11:10