Getöteter Junge in Detmold: Untersuchung der Spuren geht weiter

Getöteter Junge in Detmold: Untersuchung der Spuren geht weiter

  • Ermittlungsstand nach Tötung eines Dreijährigen in Detmold
  • Suche nach Tatwaffe geht weiter
  • 15-jährige Halbschwester in U-Hauft

Nach wie vor ist unklar, mit welcher Tatwaffe der dreijährige Junge am Mittwochabend (06.11.2019) getötet wurde. Die Ermittler haben alle Messer in der Wohnung beschlagnahmt, in der die Tat begangen wurde und in der die Geschwister lebten. Untersuchungen sollen nun klären, mit welchem davon der Dreijährige erstochen wurde - und ob sich darauf noch Hinweise auf die mutmaßliche Täterin finden lassen.

Haftbefehl wegen Totschlags

Nach der Tötung eines Dreijährigen in Detmold bei Bielefeld war am Freitag (08.11.2019) die 15 Jahre alte Halbschwester des Jungen dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftbefehl wegen Totschlags beantragt und bereitet eine Anklage wegen Mordes vor. Derzeit ist die 15-Jährige in Iserlohn in Untersuchungshaft.

Die Jugendliche war nach stundenlanger Flucht einen Tag nach der Tat im benachbarten Lemgo festgenommen worden. Sie habe sich im Beisein eines Verteidigers zu dem Tatvorwurf geäußert, hieß es. Die Halbschwester des Opfers halte sich zwar selbst für die Täterin, gibt aber Erinnerungslücken an, so die Ermittler. Sie soll psychiatrisch untersucht werden. Eine tiefe Abneigung gegen ihren Halbbruder, aber kein konkreter Anlass habe zur Tat geführt, so die Ermittler. Weitere Hintergründe gaben sie bislang nicht bekannt.

Todesursache: multiple Stichverletzungen

Der Dreijährige war am Mittwochabend von Angehörigen tot in der heimischen Wohnung gefunden worden. Die Obduktion habe ergeben, dass der Junge an "multiplen Stichverletzungen" starb.

Stand: 13.11.2019, 13:27