Tönnies verklagt Stadt Rheda-Wiedenbrück und Kreis Gütersloh

Außengelände der Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG in Rheda-Wiedenbrück.

Tönnies verklagt Stadt Rheda-Wiedenbrück und Kreis Gütersloh

Der Tönnies-Konzern verklagt den Kreis Gütersloh und die Stadt Rheda-Wiedenbrück. Grund: die Schließung des Werks im Corona-Sommer 2020.

Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies hatte der Kreis Gütersloh im Sommer vergangenes Jahres verfügt, das Werk mit seinen etwa 6.000 Mitarbeitern zu schließen. Etwas später legte die Stadt Rheda-Wiedenbrück konkrete Hygienemaßnahmen fest.

Tönnies könnte Entschädigungen fordern

Gegen beide Verfügungen klagte Tönnies beim Verwaltungsgericht, ohne die Klagen bisher konkret zu begründen. In einem zweiten Schritt hätte, so das Gericht, der Konzern die Möglichkeit, Entschädigungen zu fordern.

Tönnies reicht Klagen vorsorglich ein

Ob die Klagen weiter verfolgt werden, stehe noch nicht fest, sagte ein Tönnies-Sprecher dem WDR. Sie seien im Sommer vorsorglich eingereicht worden, um Fristen einzuhalten.

Beim Verwaltungsgericht Minden wurden wegen der Schließung des Werks im Sommer insgesamt knapp 30 Klagen eingereicht.

Corona-Ausbruch bei Tönnies - unter den Augen der Politik? Westpol 21.06.2020 UT DGS Verfügbar bis 21.06.2021 WDR

Stand: 22.04.2021, 06:55