Tönnies in Rheda-Wiedenbrück auf Wachstumskurs

Herabhängende Schweinehälften

Tönnies in Rheda-Wiedenbrück auf Wachstumskurs

Das größte deutsche Schlachtunternehmen, die Tönnies-Gruppe in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh), hat auch im vergangenen Geschäftsjahr weiter zugelegt. Obwohl die Deutschen seit Jahren weniger Fleisch essen, stieg der Umsatz erneut - auf fast 7 Milliarden Euro.

Ein Großteil der Umsatzsteigerung , nämlich 400 Millionen Euro, kommt durch die Integration der "Zur-Mühlen-Gruppe". Clemens Tönnies sprach von einem aktuell schwachen Binnengeschäft in Deutschland. Auf dem heimischen Markt ist das Geschäft mit Fleisch schwierig, der Pro-Kopf-Verbrauch sinkt, der Markt schrumpft.

Wachstum trotz schwieriger Marktsituation

Gegen den Trend wächst der Konzern. Die Exportquote des Unternehmens liegt bei rund 50 Prozent. 2017 schlachtete die Gruppe 20,6 Millionen Schweine, das ist ein Zuwachs von einem Prozent. Bei Rindern legte Tönnies mit 432.000 Schlachtungen inklusive Zerlegung zwei Prozent zu. Vor allem die Rinderschlachtung will der Konzern mit weltweit fast 16.000 Mitarbeitern in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Nachhaltigkeit als Unternehmensstrategie

Clemens Tönnies

Clemens Tönnies

Clemens Tönnies will noch stärker in Nachhaltigkeit und Tierschutz investieren und unterstützt nach eigenen Angaben das neue Tierwohl-Siegel. Ressourcenschonendes Energie- und Rohstoffmanagement habe Priorität. Mit Wissenschaftlern und Landwirten arbeitet der Konzern an nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Haltung, Transport und Schlachtung, um die Bedingungen der Nutztierhaltung zu verbessern. Außerdem will Tönnies auf mehr Dialog mit den Verbrauchern setzen - unter anderem mit einer neuen Online-Plattform für die Diskussion über Tierschutz.

Stand: 16.04.2018, 13:24