Nach Sklaverei-Vorwurf: Tönnies-Kritiker rudert zurück

Unternehmer Clemens Tönnies

Nach Sklaverei-Vorwurf: Tönnies-Kritiker rudert zurück

  • Klärendes Gespräch zwischen Tönnies und Politiker
  • Vorwurf der Sklaverei sei nicht haltbar
  • Regelmäßiger Informationsaustausch vereinbart

Nach dem Sklaverei-Vorwurf gegen Unternehmer Clemens Tönnies in einem WDR-Interview, rudert der Vorsitzende der Paderborner CDU-Mittelstandsvereinigung, Friedhelm Koch, wieder zurück. Am Montag (26.08.2019) hatte Koch den Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück besucht und ein Gespräch mit Clemens Tönnies geführt. Danach teilte der CDU-Politiker mit: "Mein Vorwurf der Sklaverei an die Werkvertragsbranche ist nicht haltbar."

Kontroverse Diskussion

Er habe nicht gewusst, dass es bereits seit 2017 gesetzliche Regelungen für die Beschäftigten bei Subunternehmen in der Fleischindustrie gebe. Die Firma Tönnies habe schon seit 2015 alle Mitarbeiter nach deutschem Arbeitsrecht beschäftigt, erklärte Koch in einer schriftlichen Stellungnahme. Man habe "kontrovers über Problemfälle in der Branche diskutiert" und ihm sei versichert worden, dass bei Fehlern "jedem Fall nachgegangen" werde. Für die Zukunft sei ein regelmäßiger Informationsaustausch vereinbart worden.

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Tönnies hatte Koch zum Gespräch eingeladen

In der WDR Lokalzeit OWL hatte Koch den Konzern und seinen Chef Clemens Tönnies wegen angeblich schlechter Arbeitsbedingungen kritisiert. Koch sprach von "Sklaverei" in rumänischen Subunternehmen, die sich Tönnies zu Nutze mache. Der Fleischkonzern Tönnies hatte daraufhin den Vorsitzenden der CDU-Mittelstandsvereinigung in Paderborn zum persönlichen Gespräch eingeladen.

Stand: 26.08.2019, 18:29