Tönnies-Fleischhandel mit China stockt

Lastkraftwagen werden am Container Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen mit Containern beladen

Tönnies-Fleischhandel mit China stockt

  • Schweinefleisch für China wartet auf Abfertigung
  • China-Geschäft für Tönnies interessant
  • Wirtschaftliche Auswirkungen unklar

Tiefgekühltes Schweinefleisch für China wird in den europäischen Export-Häfen zurzeit nicht abgefertigt und bleibt in Containern liegen. Viele chinesische Häfen sind wegen des Corona-Virus geschlossen. Die Probleme gebe es seit etwa zehn Tagen, bestätigt Tönnies-Sprecher André Vielstädte am Dienstag (03.03.2020) dem WDR.

China als Wachstumsmarkt interessant

Der Schlachthof der Tönnies-Gruppe in Rheda-Wiedenbrück

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen das für Tönnies habe, sei noch unklar, so der Konzernsprecher. Der wichtigste Markt sei jedoch Deutschland, gefolgt von der EU, dann erst käme Asien. Aber China ist der Tönnies Holding wichtig: Noch in diesem Jahr soll dort für 500 Millionen Euro ein neuer Schlachthof entstehen. Laut Firmenangaben esportiert der zum Konzern gehörige Schlacht- und Zerlegebetrieb Weidemark seit mehr als einem Jahr nach China: "In den letzten zehn Jahren wurden rund 60 Millionen Euro investiert, um die hohen Maßstäbe zu erfüllen, die für den Export nach China erforderlich sind."

Spürbare wirtschaftliche Auswirkungen

Die Deutsche Handelskammer in China hatte Ende Februar eine Blitzumfrage der aktiven Unternehmen in China durchgeführt. Demnach seien alle Firmen von dem Ausbruch des Corona Virus betroffen. Bereits jetzt rechne jedes zweite Unternehmen dieses Quartal mit Umsatzeinbußen von mehr als zehn Prozent.

Stand: 05.03.2020, 11:00