Tönnies-Mitarbeiter sollen Konzern betrogen haben

Der Tönnies-Schlachthof Rheda-Wiedenbrück von oben

Tönnies-Mitarbeiter sollen Konzern betrogen haben

  • Vorwurf: bandenmäßiger Betrug
  • Schaden für Schlachtkonzern: vier Millionen Euro
  • Angeklagte sollen 250.000 Euro kassiert haben

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgericht Bielefelds verhandelt am Donnerstagmorgen (25.07.2019) um 11:00 Uhr wegen bandenmäßigen Betruges gegen drei Ex-Mitarbeiter des Schlachtkonzerns Tönnies. Dem Unternehmen sollen dadurch fast vier Millionen Euro Schaden entstanden sein.

Vorwurf: Manipulation von Waagen und Lieferscheinen

Die drei Angeklagten mussten in der Warenannahme kontrollieren, ob das Gewicht der angelieferten Ware mit dem auf den Lieferscheinen übereinstimmte. Drei Jahre lang sollen sie dann von Mitarbeitern zwei polnischer Firmen falsche Lieferscheine akzeptiert und die Waage entsprechend manipuliert haben.

Schaden in sechsstelliger Höhe

Auf diese Weise zahlte das Unternehmen regelmäßig für zwei Tonnen Ware mehr, als es bekommen hatte. Dies stellte möglicherweise ein lukratives Geschäft für die Angeklagten dar: Sie sollen in drei Jahren insgesamt 250.000 Euro kassiert haben.

Stand: 26.07.2019, 07:04