Nach Herztod in JVA Werl: Keine neue Obduktion

Außenansicht der JVA in Werl mit Stacheldraht auf Mauer

Nach Herztod in JVA Werl: Keine neue Obduktion

  • Werler Häftling soll in Bauch und Brust getreten worden sein
  • Staatsanwalt: Kein Zusammenhang zwischen Tritten und dem Tod
  • Ermittlungen gegen Beamten wegen Körperverletzung im Amt

Nach dem Herztod eines 59-Jährigen in der Justizvollzugsanstalt Werl Ende Oktober sieht die Staatsanwaltschaft in Arnsberg keinen Bedarf für eine neue Obduktion. Der Häftling der JVA Werl, der bei einer zwangsweisen Verlegung in eine Sonderzelle gestorben ist, soll kurz vor seinem Herztod von einem Beamten in den Bauch- oder Brustbereich getreten worden sein.

Hautabschürfungen und eine Verletzung an der Stirn

Erst nach der Obduktion war bekannt worden: Als der als aggressiv eingestufte Insasse von vier Beamten weggetragen wurde, soll einer von ihnen bei einer Rangelei zugetreten haben. Bei der Obduktion habe man Hautabschürfungen und eine Verletzung an der Stirn gefunden, im Brustbereich habe es aber nicht einmal Rötungen gegeben, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Poggel.

Tod ist keine Folge der Tritte

Laut Oberstaatsanwalt lässt sich aber ein Zusammenhang zwischen den Tritten und dem Tod des Mannes nicht feststellen. Es wird weiterhin wegen Körperverletzung im Amt ermittelt.

Stand: 23.11.2018, 17:59