Gericht erlaubt Münsteraner Forscherin Tierversuche

Eine weiße Maus sitzt auf der Hand einer Labormitarbeiterin, sie trägt Gummihandschuhe

Gericht erlaubt Münsteraner Forscherin Tierversuche

  • Stadt Münster hatte Forscherin Tierversuche verboten
  • Versuchsmäuse sollen falsch gehalten worden sein
  • Oberverwaltungsgericht kippt Verbot

Das Verbot, gegen das die Wissenschaftlerin zunächst erfolglos geklagt hatte, wurde vom Oberverwaltungsgericht in Münster am Mittwoch (26.09.2018) ausgesetzt. Es sei zweifelhaft, ob die Vorwürfe wirklich zutreffen und die Wissenschaftlerin tatsächlich für Tierschutz-Verstöße verantwortlich ist.

Stadt hatte Verbot gegen Tierversuche verhängt

Bereits im Juni 2017 wurde an der Hautklinik des Uniklinikums Münster unerlaubte Tierhaltung aufgedeckt. Die Stadt Münster hatte daraufhin einer dort arbeitenden Wissenschaftlerin verboten, weitere Tierversuche durchzuführen. Der Medizinerin wird vorgeworfen, sie habe Versuchsmäuse falsch gehalten. Den Tieren seien große und langanhaltende Schmerzen und Schäden zugefügt worden.

Die Richter entschieden deswegen zugunsten der Wissenschaftlerin. Das Verbot von weiteren Tierversuchen "hindere sie an der Ausübung ihrer grundrechtlich geschützten Arbeit als Wissenschaftlerin".

Stand: 26.09.2018, 19:02