Urteil: Keine Tierquälerei in Rhede

Gerichtsgebäude Bocholt

Urteil: Keine Tierquälerei in Rhede

  • Freispruch für Pferdetrainer
  • Pony beim Einspannen gestürzt
  • Verletzungen nicht durch Peitschenhiebe

Das Amtsgericht Bocholt hat am Montag (20.01.2020) einen wegen Tierquälerei angeklagten Pferdetrainer freigesprochen. Dem 72-Jährigen war vorgeworfen worden, massiv mit einer Peitsche auf ein Pony eingeschlagen zu haben, das er vor eine Kutsche spannen wollte. Auch als das Tier apathisch und blutend am Boden lag, habe er das Tier mit Peitschenhieben traktiert, so die Anklage.

Pferd bockte beim Einspannen

Nach dem Ergebnis des Prozesses war der Verlauf aber anders: Beim Einspannen vor die Kutsche hatte das Pferd gebockt und war dabei gestürzt. Nach Überzeugung des Richters schlug der Pferdetrainer dann mit einer Peitsche auf das Pony, aber nicht um das Tier brutal zu misshandeln, sondern um es zum Aufstehen zu bewegen.

Die Verletzungen des Ponys - blutende Wunden und Abschürfungen - seien auf den Sturz und nicht auf die Peitschenhiebe zurückzuführen. Das hatte auch eine Tierärztin in dem Prozess bestätigt.

Stand: 20.01.2020, 11:51