Corona: Viele Heimtiere finden in OWL ein neues Zuhause

Katze im Tierheim hinter Gittern

Corona: Viele Heimtiere finden in OWL ein neues Zuhause

  • Zahl der Tiervermittlungen verdoppelt
  • Durch Homeoffice mehr Zeit für Tiere
  • Intensivere Zeit der Eingewöhnung

In Ostwestfalen-Lippe haben die Tierheime seit Beginn des Lockdowns mehr Tiere vermittelt als sonst. Allein in Bielefeld fanden seit Mitte März rund 150 Hunde, Katzen und Kleintiere neue Besitzer. Das sind fast doppelt so viel wie sonst. Auch die Tierheime in Minden, Kalletal und Paderborn bestätigen den Trend.

Durch Homeoffice mehr Zeit für Tiere

Für Barbara Snelting vom Tierheim Bielefeld liegt der Grund für die boomende Tiervermittlung auf der Hand: Die Menschen seien durch die Corona-Krise viel mehr Zuhause und könnten sich sehr intensiv mit den neuen "tierischen Partnern" beschäftigen.

"Tieradoption" vorher gut überlegt

Eine "Kurzschlusshandlung" ist der aktuelle Trend zum Tier nach Beobachtungen der OWL-Tierheime aber nicht. Die Mehrzahl der Menschen hätte sich schon vor Corona überlegt etwa einen Hund oder eine Katze anzuschaffen, sagt Barbara Snelting. Diese neuen Tierbesitzer wollten jetzt bewusst die Zeit im Homeoffice nutzen, um sich intensiv um ihr neues "Familienmitglied" zu kümmern.

Tiervermittlung nur mit Termin

Wer in der aktuellen Corona-Zeit ein Tier aus dem Heim übernehmen möchte, braucht dafür einen Termin. Während des Lockdowns sind zurzeit noch alle Tierheime geschlossen.

Stand: 22.05.2020, 08:53

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