Tierärzte in Westfalen-Lippe werden knapp

Ein Tierarzt beugt sich an den Rücken einer Kuh und horcht mit einem Stethoskop das Tier ab

Tierärzte in Westfalen-Lippe werden knapp

  • Zahl ging um ein Drittel zurück
  • Belastende Arbeitszeiten
  • Personalmangel auch in Kleintierpraxen

Die Tierärztekammer Westfalen-Lippe beklagt einen Rückgang bei den Nutztier-Veterinären. In den vergangenen zehn Jahren sank ihre Zahl um etwa ein Drittel. Kümmerten sich vor zehn Jahren in Westfalen-Lippe noch 150 Tierärzte um Großvieh wie Kühe, Schweine und Schafe, sind es heute nicht einmal mehr 100.

Keine Gewähr für schnellen Notdienst

So wird es für Tierärzte wie Marc Goldberg aus Ostbevern immer schwieriger, den Kunden einen schnellen Notdienst rund um die Uhr auch an Sonn- und Feiertagen zu garantieren. Auch sonst müsse mancher Landwirt schon mal eine oder zwei Stunden länger waren, bis der Tierarzt kommt.

Lange Arbeitstage - auch an den Wochenenden

Lange Arbeitstage, häufige Nacht- und Sonntagsarbeit und das bei unterdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten machten den Beruf des Großtierpraktikers zunehmend unattraktiv, meint die Tierärztekammer in Münster.

Aber auch in den münsterländischen Kleintierpraxen fehlt es an Personal. Die Folge: Vielfach können diese Praxen keine 24-Stunden-Notdienste mehr anbieten.  

Stand: 21.11.2019, 12:03

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