Kalk-Abbau im Teutoburger Wald wird nicht erweitert

Hügel aus weißem Kalkgestein, vereinzelt bewachsen mit Büschen und Bäumen, mit terrassenförmigen Einschnitten

Kalk-Abbau im Teutoburger Wald wird nicht erweitert

  • Regionalrat entscheidet über Abbau-Flächen
  • Naturschutz hat höheren Wert als Wirtschaftsinteressen
  • In Lienen kann kleinere Fläche beantragt werden

Der Regionalrat hat am Montag (25.06.2018) über die Zukunft des Kalkabbaus im Teutoburger Wald entschieden. Zwei ansässige Unternehmen wollten ihre Abbauflächen um insgesamt 60 Hektar erweitern. Der Regionalrat bewertete den Naturschutz jedoch höher als die wirtschaftlichen Interessen der Firmen.

Vor allem für die Firma Calcis aus Lienen hing nach eigenen Angaben viel von der Entscheidung ab. Ohne neue Abbauflächen sei für das Unternehmen Mitte 2019 Schluss, 50 Menschen würden ihre Beschäftigung verlieren, hatte das Unternehmen im Vorfeld argumentiert.

Genehmigung bis 2027 in Lengerich

Auch die Firma Dyckerhoff in Lengerich wollte die Abbaufläche erweitern. Dyckerhoff hat allerdings keine akute Zeitnot, da dort noch eine Abbau-Genehmigung bis 2027 vorliegt.

Naturschutz am Teuto geht vor

Die WDR-Senderanlage im Teutoburger Wald

Weite Teile des Teutos stehen unter strengem Naturschutz

Einer Vergrößerung der Flächen hat der Regionalrat mit seiner Entscheidung heute nun eine klare Absage erteilt. Der Grund: Die betroffenen Flächen im Tecklenburger Land sind ausgewiesene FFH-Gebiete, also Naturschutz-Gebiete nach europäischen Recht.

Firmen können dennoch weiterarbeiten

Der Regionalrat wies darauf hin, dass die Unternehmen zunächst dennoch den Abbau am Teuto fortführen können. Denn Dyckerhoff kann die bereits genehmigte Frist bis 2027 ausschöpfen. Und Calcis bleibt die Möglichkeit, eine deutlich kleinere Fläche zu beantragen - und die muss nicht vom Regionalrat genehmigt werden.

Stand: 25.06.2018, 15:20