Rasante Mietenverteuerung in Münster

Fünfstöckige Hausanlage mit Bäumen

Rasante Mietenverteuerung in Münster

Die Wohnungsmieten in Münster sind in den vergangenen vier Jahren noch einmal deutlich gestiegen. Das besagt der neue Mitspiegel der Stadt, der seit Donnerstag in Kraft ist.

In kaum einer anderen Stadt in NRW sind die Mieten so rasant in die Höhe geschnellt wie in Münster, so der zuständige Dezernent der Stadt Münster, Matthias Peck. Auch nach einem im Februar veröffentlichten Gutachten des NRW-Bauministeriums gehört die Mietendynamik in Münster zu den landesweiten Spitzenreitern. Aktuell zahlen Mieter im Durchschnitt 8,55 Euro für den Quadratmeter, das sind fast 20 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Kaum Einfluss der Stadt

Matthias Peck sitzt in seinem Büro, hinter ihm hängen und stehen Bilder.

Dezernent Peck beklagt rapiden Mietanstieg

Die Stadt habe nur begrenzten Einfluss auf die Entwicklung der Mieten, sagt der Stadtdezernent Peck. Denn nur ein Bruchteil der 160.000 Wohnungen in Münster gehörten der Stadt beziehungsweise dem städtischen Wohnungsbauunternehmen "Wohn+Stadbau". Bei deren Mieten werden im Durchschnitt nur 6,06 Euro pro Quadratmeter fällig.

Die Stadt will das eigene Unternehmen deutlich stärken, kündigte Peck an. So sollen dem städtischen Unternehmen laut Ratsbeschluss zum Haushalt 2021 in den nächsten fünf Jahren Grundstücke im Gesamtwert von 50 Millionen Euro übertragen werden, die für die Errichtung öffentlich geförderten Wohnraums genutzt werden. Außerdem sind weitere Maßnahmen geplant.

Repräsentativer Überblick

Außenfassade eines Mehrfamilienhauses in Münster.

Die Stadt hat wenig Einfluss auf die Mietentwicklung

Die Stadt erhofft sich dadurch auch zumindest etwas indirekten Einfluss auf den allgemeinen Mietpreis. Masse der Wohnungen sei nun einmal im Besitz von privaten Eigentümern. Allerdings können Vermieter nicht Mieten nach Gutdünken verlangen, sie sind an den Mietspiegel gebunden, der alle vier Jahre neu erstellt wird.

Für den neuen Mietspiegel hat die Stadt 18.000 Fragebögen an Mieter und Vermieter verschickt, knapp 2600 konnten ausgewertet werden. "Dank dieser Bereitschaft, die umfangreichen Fragebögen auszufüllen, sind die Daten repräsentativ und bilden den Markt realistisch ab", so Peck.

Wie fair ist der Mietspiegel?

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 29.09.2020 12:57 Min. Verfügbar bis 29.09.2021 WDR 5


Download

Deutscher Bundestag: Betrachtungszeitraum orstübliche Vergleichsmiete phoenix vor ort 19.12.2019 36:24 Min. Verfügbar bis 19.12.2024 Phoenix

Stand: 01.04.2021, 11:10