Stadt Olpe schützt Radfahrer im toten Winkel

Technik gegen den toten Winkel 03:03 Min. Verfügbar bis 19.10.2022

Stadt Olpe schützt Radfahrer im toten Winkel

Von Fritz Sprengart

Die Stadt Olpe hat elf städtische Lastwagen mit Abbiegeassistenten ausstatten lassen. Ein Fiep-Ton warnt jetzt die Lkw-Fahrer vor Personen im toten Winkel.

"Hier muss man immer ganz besonders aufpassen", sagt Straßenwärter Timo Zeppenfeld. Er biegt gerade in den Kreisverkehr an der Bahnhofsstraße in Olpe ein. "Die Fahrräder kommen hier manchmal aus allen Richtungen angeschossen und fahren über den Zebrastreifen. Das ist echt gefährlich.

Seit kurzem muss er an dieser Stelle aber nicht mehr ganz so angespannt unterwegs sein, denn rechts vorne in seiner Kabine zeigt jetzt ein Monitor an, was sich rechts hinter seinem Fahrzeug abspielt. Und wenn tatsächlich ein Radfahrer oder eine Radfahrerin in seinem toten Winkel auftaucht, schlägt das System mit einem lauten Fiepton Alarm.

11.000 Euro für weniger Unfälle

Außer den Lkw des Bauhofs wurden auch die Feuerwehrfahrzeuge mit Abbiegeassistenten ausgestattet. 2.500 Euro kostet das pro Fahrzeug. 1.500 Euro davon zahlt der Bund. Die Stadt Olpe hat also rund 11.000 Euro gezahlt.

Ein Fahrradfahrer fährt neben einem Fahrzeug

Besserer Schutz für Radfahrer:innen im toten Winkel in Olpe

Gut investiertes Geld, meint Bauhof-Leiter Michael de Ryck: "Der Abbiegeassistent soll die Mitarbeiter im Fahrverkehr entlasten und unterstützen, damit die Unfallgefahr vermindert wird."

Olpe ist Vorreiter

Ab dem Jahr 2022 wird der Abbiegeassistent zur Pflicht bei neu zugelassenen Lastwagen. Olpe hat jetzt aber auch alte Fahrzeuge umgerüstet. Damit ist die Stadt Vorreiter in Südwestfalen. Gut für die Radfahrenden. Und auch Timo Zeppenfeld freut es. Er fühlt sich in seinem Job dadurch sicherer.

Stand: 19.10.2021, 06:00