Internationales Tauzieh-Turnier am Möhnesee

Die Siegermannschaft aus der Schweiz

Internationales Tauzieh-Turnier am Möhnesee

Von Elfie Schader

  • Turnier gilt als renommiertester Wettkampf weltweit
  • Unterkunft in Jugendherbergen Möhnesee und Soest
  • Pokale gingen an Teams aus Schweiz und Belgien

„Zieh! Pull!!“, schallte es über den beschaulichen Möhnesee. Dutzende Zuschauer schrien sich die Kehle aus dem Hals, auf Deutsch, auf Niederländisch, auf Englisch. Damit feuerten sie Jugendliche aus acht Nationen an. Sie waren am Wochenende (24.8.-26.8.18) zum 21. GENSB-Turnier vom Deutschen Rasenkraft- und Tauzieh-Verband an den Möhnesee gereist.

Kombination aus Kondition und Kraft gewinnt

Vier Meter muss das Seil über die Mittellinie gezogen werden – dann hat das Team gewonnen. Tauziehen, das ist Kondition und vor allem Kraft. Eine Mannschaft darf bis zu 560 Kilogramm wiegen.

Damit das Tauziehen läuft wie geschmiert, muss vorher Harz auf die Hände. Das klebt und hilft, das 33,5 Meter lange Hanfseil fest im Griff zu haben. So wichtig wie das Harz an den Händen sind beim Tauziehen auch die Schuhe: Es sind Eishockey-Schuhe mit einer glatten Metallsohle.

Wiese danach wie Wildschweinacker

Die Wiese am Möhnesee, auf der das Tauziehen stattfand, sah anschließend aus als sei eine Horde Wildschweine dort aktiv gewesen. Gold und Silber gingen an Teams aus der Schweiz, Bronze erhielt eine belgische Mannschaft.

"Hauruck!" am Möhnesee

Sie wühlen im Dreck, verziehen das Gesicht vor Schmerz und finden es wunderbar: Am Möhnesee traten am Samstag 300 Jugendliche zum Internationalen Tauzieh-Turnier an.

Die englische Mannschaft beim Tauziehen.

"Gezerre" auf höchstem Niveau: Zum Internationalen Tauzieh-Turnier am Möhnesee reisten Mädchen und Jungen aus Großbritannien, der Schweiz, Belgien, Schweden, Irland, Deutschland und den Niederlanden an.

"Gezerre" auf höchstem Niveau: Zum Internationalen Tauzieh-Turnier am Möhnesee reisten Mädchen und Jungen aus Großbritannien, der Schweiz, Belgien, Schweden, Irland, Deutschland und den Niederlanden an.

Die Regeln sind streng: Die Mitglieder einer Mannschaft dürfen zusammen höchstens 560 Kilogramm wiegen. Und ehe das Kräftemessen losgeht, muss das Seil so gespannt sein, dass es straff ist. Erst dann ruft der Schiedsrichter "Pull!"

Damit das Tauziehen läuft wie geschmiert, muss vorher Harz auf die Hände. Das klebt und hilft, das Hanfseil fest im Griff zu haben. Wenn sich die Mannschaften begrüßen, geben sie sich nicht die Hand, sondern berühren sich kurz mit geballter Faust.

So wichtig wie das Harz an den Händen sind beim Tauziehen die Schuhe: Es sind Eishockey-Schuhe mit einer glatten Metallsohle.

Vier Meter muss das Seil über die Mittellinie gezogen werden – dann hat das Team gewonnen. Tauziehen, das ist Kondition und vor allem Kraft. Vorbereitet haben sich die Teams im Training am so genannten "Galgen". Das ist ein Gerät, an dem Gewichte am Seil nach oben gezogen werden.

Das Team aus Wieden in Baden-Württemberg. In Süddeutschland ist Tauziehen Volkssport – in NRW ist es kaum verbreitet.

Diese Zuschauer sind aus den Niederlanden an den Möhnesee gereist, um ihre Mannschaft anzufeuern. Geholfen hat es nicht: Die Niederländer scheiterten im Viertelfinale - wie das Team aus Wieden auch.

Um so stärker waren die Schweizer: Zwei der sieben Mannschaften bekamen Bronze und Gold, die "Powerrangers" aus Belgien Silber.

Stand: 26.08.2018, 13:52