Insektensterben: Bienenweiden statt Maisfelder

Das große Insektensterben – Was können wir tun? Planet Wissen 13.05.2019 59:06 Min. Verfügbar bis 13.05.2024 SWR

Insektensterben: Bienenweiden statt Maisfelder

  • Landwirt kämpft gegen Bienensterben
  • Er hat einen Monat lang online Spenden gesammelt
  • 1.000 Menschen haben ihn mit 32.000 Euro unterstützt

Noch gibt es laut des NABU etwa 9.000 Insektenarten in NRW - doch es werden weniger. Ein Landwirt aus Gütersloh und sein Sohn wollen ein Zeichen dagegen setzen. Sie sammeln online Spenden, um ein Maisfeld in eine Wildblumenwiese umzuwandeln. Sie soll vor allem Futter für Bienen liefern.

Innerhalb eines Monats hat Landwirt Heiner Wulfhorst mit seiner Crowdfunding-Aktion 32.000 Euro gesammelt - gut 1.000 Menschen haben gespendet. Für jeden gespendeten Euro will er nun einen Quadratmeter seiner Fläche mit Blumen bepflanzen. Im Mai sollen mindestens drei Hektar ausgesät werden.

Auf Sponsoren angewiesen

Bei dem Projekt können beide ihre Fähigkeiten einbringen und so etwas gegen das Insektensterben tun. "Wir wollen die Natur erhalten, bloß das können wir nicht alleine. Wir können die Blumen nicht verkaufen. Wir müssen irgendwie von Sponsoren das Geld kriegen, um die Arbeit zu realisieren und zu finanzieren", sagt Wulfhorst.

Nicht nur er macht sich Gedanken über das Insektensterben. Ein Wissenschaftler und ein Unternehmer aus Bielefeld veranstalteten am Mittwoch (20.03.2019) eine Konferenz in Berlin. Sie hatten 300 Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Gesellschaft ins Naturkundemuseum eingeladen und sprachen über Lösungen gegen das Insektensterben. Eine Idee: Firmen könnten auf ihrem Gelände Flächen für biologische Vielfalt schaffen.

Viele Bienen und Wespen auf der Roten Liste

Mehr als die Hälfte aller gefährdeten Insektenarten auf der Roten Liste sind Bienen- und Wespenarten. Dabei gelten Insekten als lebenswichtige "Dienstleister am Ökosystem", denn sie bestäuben Obstbäume und Gemüsepflanzen, zersetzen Aas, Totholz und Kot. Außerdem sind sie eine Nahrungsquelle vieler anderer Tiere, etwa von Vögeln.

Crowdfunding für Insektenschutz

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 20.03.2019 03:06 Min. Verfügbar bis 18.03.2020 WDR 5 Von Jan-Ole Niermann

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Stand: 20.03.2019, 20:42

Kommentare zum Thema

34 Kommentare

  • 34 Soentgerath 21.03.2019, 19:57 Uhr

    Croudfounding zum Insektensterben, Das Feld, wo der Bauer letztes Jahr Mais geerntet hat ist doch verseucht . Selbst wenn er jetzt Blumen für die Bienen sät, was da wächst und blüht ist verseucht und kann somit keine Biene schützen, leider.

  • 33 Konni 21.03.2019, 18:14 Uhr

    Ich finde diese Idee super und würde gern spenden. Gibt es Dafür ein Spendenkonto. Ich bin nicht bei facebook.

    Antworten (1)
    • Heiner Wulfhorst 21.03.2019, 20:58 Uhr

      Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 32 Brigitte.e 21.03.2019, 13:33 Uhr

    Ich würde auch spenden, bin aber nicht bei Facebook, es kann doch die Bankverbindung hier öffentlich gemacht werden. LG

    Antworten (1)
    • Andreas 21.03.2019, 14:25 Uhr

      www.bienenbuffet.de

  • 31 Angelika Brittner 21.03.2019, 12:02 Uhr

    Bitte geben Sie ein Spendenkonto bekannt!!!!!!!

  • 30 Amalie Barzen 21.03.2019, 11:16 Uhr

    Ich will mich gerne an der Aktion von Herrn Wulfhorst beteiligen, wohin kann ich meine Spende überweisen?

    Antworten (1)
    • Heiner Wulfhorst 21.03.2019, 20:58 Uhr

      Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 29 Jutta 21.03.2019, 10:49 Uhr

    www.bienenbuffet.de

  • 28 Christian Homann 21.03.2019, 09:24 Uhr

    Guten Tag , Da wäre es doch mal nützlich gewesen ,eine Kontonummer zu veröffendlichen ,damit für die gute Sache noch etwas Geld zusammenkommt ... Gruß aus Düsseldorf

  • 27 Andrea 21.03.2019, 09:07 Uhr

    Ein Anfang.....crowdfunding....bitte Crowdkonto verlinken. Ich wär gerne dabei und hoffe auf Nachahmer unter unseren Bauern.

  • 26 Heinz K. 21.03.2019, 08:22 Uhr

    Ist doch doch wunderbar! Zuerst die Äcker mit Glyphosat behandeln und dann einen auf Ökufuzzi machen mit Blumenwiesen. Ich kaufe Blumenwiesensamen für 4 € bis 30 € für 100 m²(bitte mal kurz googeln) und nicht 1 € für Einen Quadratmeter!!! Mir fehlen einfach die Worte über soviel Unverschämtheit.

    Antworten (2)
    • Peter Lamprecht 21.03.2019, 10:58 Uhr

      Klugscheißer ! Erst d e n k e n, dann kritisieren (wenn dann noch Kritik verbleibt).

    • Julia 21.03.2019, 12:49 Uhr

      Hm, da liegt wohl ein Misverständnis vor: So wie ich es verstehe, wird mit dem " 1 € pro Quadratmeter " nicht nur der Blumensamen finanziert ... Unverschämt finde ich diesen Preis pro Quadratmeter nicht. Ausserdem ist jede Wandlung "vom Saulus um Paulus " doch grundsätzlich zu begrüßen, nicht wahr?

  • 25 André Flaskamp 21.03.2019, 07:12 Uhr

    Wo kann man denn spenden?

  • 24 Anonym 20.03.2019, 22:19 Uhr

    Ich finde den Ansatz sehr gut, leider reicht es nicht aus! Das Projekt sollte Deutschland weit praktiziert werden. Damals wurde noch futter Klee gepflanzt, heute wird kurz nach der Ernte schon wieder für das nächste Jahr gedüngt und eingesäht. Bei uns in Mittel Hessen, gibt es nur noch futter wiesen oder Agrar flächen, selten bis garnicht lassen Bauern ihr Feld ruhen. Ob ein Bauer 1000 oder 10000 für sein Mais bekommt sei mal dahin gestellt sein, eine wildblumen Wiese bringt kein Geld und bevor der Mais in die Bio-Anlage kommt soll doch lieber der Natur geholfen werden! Lässt der Bauer das Feld 3 -4 Jahre wild wachsen, hat er am Ende sogar einen besseren Boden und das ohne zusätzlich zu düngen!

    Antworten (1)
    • Julia 21.03.2019, 13:01 Uhr

      Genau!! Alle gewinnen. Finde ich super.