Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit

Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit

  • Besondere Hilfe in extremen Zeiten
  • Ambulanter Hospizdienst unterstützt Familien
  • weitere ehrenamtliche Helfer werden gesucht

Am Montag (10.02.2020), dem Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit, stellen sich neben den stationären Einrichtungen auch die ambulanten Dienste vor. Sie haben die Aufgabe, todkranke Kinder- und Jugendliche und deren Familien zu betreuen.

Im Raum Siegen und Olpe werden gerade 28 Familien betreut, im Hochsauerland sind es 20, im Kreis Soest zwölf. Der Bedarf ist groß, heißt es von den Koordinatoren der Hospizdienste. Sie bringen Betroffene und ehrenamtliche Helfer zusammen.

Muskeln werden immer schwächer

Tag der Kinderhospizarbeit

Christian Steinhaus arbeitet ehrenamtlich.

Einer der Helfer ist Christian Steinhaus. Einmal pro Woche besucht er Yaman in Anröchte. Der 13-Jährige leidet an einer heimtückischen Krankheit: Nach und nach werden seine Muskeln immer schwächer. Er sitzt im Rollstuhl.

Christian Steinhaus spielt mit Yaman im Garten, geht mit ihm einkaufen oder spielt "Kniffel".

"Es geht nicht um die Länge des Lebens"

 "Der Moment ist wichtig, nicht ob man 80 Jahre alt wird oder nicht. Es geht nicht um die Länge des Lebens, sondern um die Qualität", sagt Christian Steinhaus. Er ist Rentner und hat lange in einer Förderschule mit Schwerstbehinderten gearbeitet.

Helfer geben auch der Familie Halt

Die Pflegemutter von Yaman, Angelika Simmank, ist dankbar für die Hilfe. Sie kümmert sich noch um zwei weitere Kinder. Der Besuch der Helfer verschafft ihr Verschnaufpausen.

Außerdem ist ihr der Austausch wichtig. Ein Jugendlicher, genannt Socke, könnte schon bald sterben. "Da brauche ich Halt. Es tut gut, mit den Helfern reden zu können."

Stand: 10.02.2020, 14:10