Prozess wegen illegalem Autorennen in Sundern

Autounfall im Sauerland

Prozess wegen illegalem Autorennen in Sundern

Von Heinz Krischer

  • Crash mit unbeteiligtem Fahrzeug
  • Eine Tote und vier Schwerverletzte
  • Prozess vor dem Landgericht Arnsberg

Wegen eines Autorennens mit tödlichen Folgen stehen seit Freitag (17.05.2019) zwei Fahrer vor dem Landgericht Arnsberg. Am Donnerstag (22.05.2019) besichtigte das Gericht die Unfallstelle und ließ sich vor Ort von Zeugen den Hergang schildern. Bei der Gelegenheit erklärte der Anwalt des Hauptangeklagten, es habe gar kein Rennen gegeben.

Am 01.08.2018 in Sundern: Die Fahrer eines Porsche und eines Audi liefern sich ein spontanes Rennen, so die Anklage. Zeugen sagen aus, sie hätten gesehen, wie sich die Autos immer wieder gegenseitig überholen.

In einem Gerichtssaal sitzen zwei Angeklagte mit ihren Anwälten.

Die Angeklagten im Gerichtssaal.

Hinter der Ortschaft Sundern-Hövel, vor einer langgezogenen Rechtskurve, hat der alkoholisierte Fahrer des Audi laut Staatsanwaltschaft erneut versucht, den Porsche zu überholen. Dabei soll er die Kontrolle über sein Auto verloren haben und in einen entgegenkommenden VW Golf gekracht sein.

Verletzte leiden noch unter den Folgen

In dem Golf sitzen drei Frauen und zwei Männer. Eine Mitfahrerin auf dem Rücksitz stirbt. Die anderen vier werden so schwer verletzt, dass sie noch heute schlimme Schmerzen und Angstzustände haben, wie sie dem WDR berichten.

Angeklagt ist der Fahrer des Audi wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Bei ihm könnte im Falle einer Verurteilung auch der neue Paragraf 315d angewendet werden. Der sieht bei illegalen Autorennen deutlich höhere Haftstrafen vor, als es sie bisher gab.

Ortstermin im Raser-Prozess 00:45 Min. Verfügbar bis 22.05.2020

Stand: 22.05.2019, 17:57