Immer weniger Apotheken in Südwestfalen

Immer weniger Apotheken in Südwestfalen

  • 70 Apotheken weniger seit 2009
  • 8 Geschäfte in 2018 geschlossen
  • So wenige gab es zuletzt vor 40 Jahren

Immer mehr Apotheken in Südwestfalen geben ihre Ladenlokale auf. Seit 2009 haben in der Region fast 70 Geschäfte geschlossen. Das hat die Apothekerkammer Westfalen-Lippe am Donnerstag (04.01.2019) mitgeteilt.

Konkurrenz durch Versandapotheken

Allein 2018 haben acht Apotheken in Südwestfalen zugemacht. Demgegenüber gab es es nur eine Neueröffnung - und zwar in Arnsberg-Hüsten in einem neuen Einkaufszentrum.

Im 13. Jahr in Folge ist die Zahl der Apotheken in ganz Westfalen-Lippe 2018 gesunken. Damit ist nun ein historischer Tiefstand erreicht: Inzwischen gebe es in dem Gebiet so wenig Apotheken wie zuletzt vor 40 Jahren, sagt die Kammer.

Das liegt unter anderem an der Konkurrenz durch ausländische Versandapotheken. Außerdem lassen sich immer mehr Mediziner in Ärztezentren nieder, wo es in der Regel auch eine Apotheke gibt.

Weitere Wege für Kunden

Wer weiterhin persönlich beraten werden möchte, muss wohl in Zukunft weitere Wege in Kauf nehmen. „In einigen Regionen und Städten wird die Luft allmählich dünner", stellt die Apothekerkammer fest. Der Rückgang habe inzwischen spürbare Auswirkungen auf die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln.

Patientinnen kämpfen für Gerechtigkeit - Der Krebsmittelskandal von Bottrop Menschen hautnah 22.11.2018 43:45 Min. UT Verfügbar bis 22.11.2023 WDR Von Tilman Wolff

Stand: 04.01.2019, 08:32