US-Schutzzoll trifft Raps-Bauern in NRW

Blühendes Rapsfeld

US-Schutzzoll trifft Raps-Bauern in NRW

Raps-Bauern im Kreis Soest rechnen mit herben Einnahme-Verlusten wegen eines US-Schutzzolls auf Pflanzendiesel. Die Preise für den Treibstoff und für Raps sind im Keller.

Der neue Schutzzoll der US-Regierung richtet sich gegen Pflanzendiesel aus Argentinien. Weil die Erzeuger dort ihren Diesel nicht mehr in die USA verkaufen können, bieten sie ihn zu Niedrigpreisen auf dem deutschen Markt an.

Rapsanbau wird wohl zurückgehen

Die zu erwartenden Raps-Preise für die kommende Ernte seien deshalb in den Keller gerauscht, sagt der Soester Kreislandwirt Dirk Schulze-Gabrechten. Der Raps wird hier für Pflanzendiesel angebaut. Derzeit rechnen die Bauern mit Einbußen von mindestens 20 Prozent, vorausgesetzt, es gibt eine gute Ernte.

Langfristig werde der Schutzzoll dazu führen, dass bei uns weniger Raps angebaut wird, meint Schulze-Gabrechten. In Südwestfalen gibt es derzeit 10.000 Hektar Rapsfelder, die Hälfte davon im Kreis Soest.

Stand: 17.04.2018, 10:06