Zwei weitere Fälle der südafrikanischen Corona-Variante in Bethel

Zwei weitere Fälle der südafrikanischen Corona-Variante in Bethel

Nach der Infektion einer Mitarbeiterin in der Kinderklinik Bethel mit der südafrikanischen Variante des Corona-Virus sind zwei weitere Fälle bekannt geworden.

Das hat die Klinik am Donnerstag mitgeteilt. Die Stadt und das Krankenhaus testen deswegen nun Kontaktpersonen der Mitarbeiterin, Patienten und Angehörige in und außerhalb von Bielefeld.

Aufnahmestopp bis Dienstag

Die Notfallversorgung der Kinderklinik soll bis Montag (15.02.2021) geschlossen bleiben. Auch in der Kinderchirurgie gibt es einen Aufnahmestopp, da 50 Mitarbeitende in Quarantäne sind. Schwere Fälle werden noch aufgenommen, ansonsten aber fahren die Rettungsdienste andere Kliniken an.

Mehr als 70 Personen in Quarantäne

In der Kinderklinik werden mehr als 70 Personen engmaschig jeden Tag getestet, fast alle sind in Quarantäne. Bis Montag hoffen die Verantwortlichen dann mehr zu wissen.

"Ein schwerer Schlag"

Die Stadt testet darüber hinaus entlassene Patienten und ihre Angehörigen. Für die Klinik sei das ein "schwerer Schlag", sagte der Chefarztdes Kinderzentrums, Prof. Eckard Hamelmann. Dazu komme: Man vermutet noch drei weitere Infektionen.

Klinikleitung: "Bisher kein Hinweis für unkontrollierten Ausbruch"

Am Mittwoch war der Fall der B 1.351 genannten Virus-Mutation nachgewiesen worden. Ein neues Verfahren im hauseigenen Labor habe den Hinweis auf die Variante gegeben; eine spätere Kontrolle am Centrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld brachte die Bestätigung.

Südafrikanische Variante deutlich ansteckender

Für einen unkontrollierten Ausbruch der Mutation gebe es keinen Hinweis, hieß es von der Klinikleitung. Die südafrikanische Corona-Variante ist laut Experten deutlich ansteckender als das bekannte Coronacvirus.

Stand: 04.02.2021, 17:23