Studie erforscht Gründe für AfD-Wahlerfolge

Montage mit Finger, der auf ein auf einen Wahlzettel zeigt

Studie erforscht Gründe für AfD-Wahlerfolge

  • Forscher aus Bielefeld und Münster untersuchen AfD-Wahlerfolge
  • Hohe Ergebnisse in Regionen mit vielen Arbeitslosen
  • 401 Kreise und Kommunen analysiert

Die AfD hat bei der Bundestagswahl 2017 in Regionen mit vielen Arbeitslosen und wenig Ausländern überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universitäten Bielefeld und Münster, welche am Montag (21.10.2019) veröffentlicht wurde.

Mehr Hasstaten gegen Geflüchtete in AfD-Regionen

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass in Regionen mit Wahlerfolgen der AfD im Schnitt auch mehr Hasstaten gegen Geflüchtete angezeigt wurden. Mit der Studie wollte man untersuchen, ob die bisherigen wissenschaftlichen Vermutungen zum Erfolg von Parteien am rechten Rand auch korrekt sind.

Verschiedene Konflikttheorien legten nahe, dass Hassverbrechen besonders dort wahrscheinlich sind, wo es viele Arbeitslose und wenige Ausländer gibt. "Dort treffen hohe wirtschaftliche Frustration und geringe Kontaktmöglichkeiten zusammen", sagt Jonas Rees vom Institut für Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld.

„Selbstverharmlosung“: Die Medienstrategie der AfD Monitor 19.09.2019 09:55 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste

Für die Untersuchung hatten Wissenschaftler der Universitäten Bielefeld und Münster Daten aus mehr als 400 deutschen Kreisen und kreisweiten Städten analysiert.

Stand: 21.10.2019, 16:39

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