Bielefelder Studie: Wie wichtig sind Freiheitsrechte in Pandemiezeiten?

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Bielefelder Studie: Wie wichtig sind Freiheitsrechte in Pandemiezeiten?

Jeder Dritte in Deutschland sieht die öffentlichen Maßnahmen gegen das Corona-Virus kritisch oder lehnt sie ab. Das hat eine neue Studie ergeben.

Die Untersuchung hat die Non-profit Organisation "WIR MACHEN DAS" erstellt, zusammen mit Historikerin Christina Morina von der Universität Bielefeld. Ziel war es, herauszufinden, wie groß die Bedeutung des Grundgesetzes für die Gesellschaft in Zeiten der Corona-Pandemie ist.

Zentrale Ergebnisse der Studie

Für die Mehrheit der Befragten sind die Grundrechte und das Gemeinwohl ein wichtiger, zentraler Wert. 30 Prozent haben an, sich von den Corona-Schutzmaßnahmen in ihren Grundrechten eingeschränkt zu fühlen.

84 % der Befragten meinen auch, dass eine Einschränkung von Grundrechten gut begründet und jederzeit zu hinterfragen sein muss.

Länger, härter, einfallsloser: Wie sinnvoll ist der Dauerlockdown? Hart aber fair 11.01.2021 01:14:06 Std. UT DGS Verfügbar bis 11.01.2022 Das Erste

Wer oft soziale Medien nutzt, hat wenig Vertrauen in Politik

Besonders Menschen, die häufig soziale Medien nutzen, haben demnach wenig Vertrauen - weder in die Maßnahmen der Politik, noch in die Medien, die darüber berichten.

Dem gegenüber sprechen 20 Prozent von einem hohen Vertrauen - es sind in der Mehrzahl gut gebildete Menschen, und sie leben eher in der Stadt als auf dem Land.

2.000 Studien-Teilnehmer befragt

Für die Studie wurden im Sommer 2020 mehr als 2.000 Teilnehmer befragt, unter anderem zu persönlichen Sichtweisen und Einschätzungen. Das Projekt wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Stand: 12.01.2021, 14:47