Bielefeld: Arbeiter durch Stromschlag schwer verletzt

Das Bild zeigt eine Strom-Oberleitung mit Zug im Hintergrund.

Bielefeld: Arbeiter durch Stromschlag schwer verletzt

  • Vier Arbeiter verletzt - einer davon schwer
  • Kommunikationspanne als Unfallursache
  • Zunächst Gleise zwischen Herford und Bielefeld gesperrt

Bei Arbeiten an einer Oberleitung nahe dem Bahnhof Bielefeld-Brake sind am Montagabend (25.02.2019) vier Arbeiter durch einen Stromschlag verletzt worden; einer von ihnen besonders schwer. Die anderen erlitten Verbrennungen am Oberarm und mussten ebenfalls ins Krankenhaus.

Mangelnde Kommunikation führte zum Unfall

Laut Feuerwehr hatte mangelnde Kommunikation zu dem Unfall geführt. Die Arbeiter wollten auf einem Bahnsteig neue Lichtmasten in die Erde versenken. An der Installation war am selben Tag auch eine andere Firma beteiligt; dazu war die Oberleitung vom Stromnetz genommen und geerdet worden.

Als diese Firma die Arbeitsstätte verließ, wurde die Leitung wieder mit 15.000 Volt unter Strom gesetzt. Davon wussten allerdings die Arbeiter nichts, die am Abend verletzt wurden.

Bahn sperrte alle Gleise

Die Bahn sperrte nach dem Unfall alle Gleise zwischen Herford und Bielefeld. Es kam zu Verspätungen im Regional- und Fernverkehr. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert.

Erst am Sonntag (24.02.2019) waren zwei Jugendliche an einem Neusser S-Bahnhof durch einen Stromschlag schwer verletzt worden.

Stand: 26.02.2019, 08:30