Kirchlengern: Solar-Strom von der Müllkippe

Solarpanels vor blauem Himmel

Kirchlengern: Solar-Strom von der Müllkippe

  • Photovoltaikanlage auf Deponiegelände in Kirchlengern
  • Strom für 250 Haushalte
  • Kosten knapp eine halbe Millionen Euro

Auf einer Boden- und Bauschuttdeponie in Kirchlengern im Kreis Herford wird demnächst Ökostrom erzeugt. Auf einem stillgelegten Teil des Geländes entsteht derzeit eine Photovoltaikanlage. Die Gesamtkosten betragen rund eine halbe Million Euro.

Ökostrom ab Ende Juni

Ende Juni soll sie ans Netz gehen und Strom für rund 250 Haushalte liefern. Gebaut wird die Anlage von der Friedensfördernden Energie-Genossenschaft Herford. Der Kreis Herford stellt die Fläche für 20 Jahre zur Verfügung, danach kann die Pacht aber verlängert werden.

272 Tonnen CO²-Einsparung

Seit 2011 kümmert sich die Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford eG um den Ausbau von erneuerbaren Energien in der Region. Zuvor hatte der Verein bereits Anlagen auf den Dächern der Kreissporthalle Herford und des Erich Gutenberg-Berufskollegs installiert. Wie der Verein mitteilte, ist die Anlage auf dem Gelände der Deponie in Kirchlengern das erste Großprojekt des Vereins. Durch sie sollen jährlich 272 Tonnen CO² eingespart werden.

Verein als Chance für lokale Energiewende

Landrat Jürgen Müller betont, dass das Projekt helfe, den CO²-Ausstoß im Kreis Herford zu senken. Außerdem biete es Menschen ohne Wohneigentum die Möglichkeit, erneuerbare Energien im eigenen Umfeld zu fördern. Rund 200 Bürger sind an dem Projekt beteiligt.

Solarstrom lohnt sich wieder Markt 08.04.2020 07:00 Min. UT Verfügbar bis 08.04.2021 WDR Von Kai-Hendrik Haß

Stand: 04.06.2020, 07:52

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