Streuobstwiese in Bad Berleburg ausgezeichnet

Junge Obstbäume wachsen auf der Streuobstwiese im hohen Gras.

Streuobstwiese in Bad Berleburg ausgezeichnet

  • Vorbildliche Streuobstwiese in Richstein
  • Projekt gilt NRW-weit als Musterbeispiel
  • Wiese ist Lebensraum für Insekten und Vögel

Eine Streuobstwiese in Bad Berleburg-Richstein hat am Montagnachmittag (14.05.2018) eine Auszeichnung als "vorbildlicher Streuobstbestand" erhalten - und zwar von einem Netzwerk, das Geld vom Umweltministerium bekommt.

Auf der Richsteiner Wiese stehen 24 Obstbäume mit alten Kultursorten, außerdem wurden Insektenhotels und Nistkästen aufgebaut. Igel finden dort Schutz in Reisighaufen. Der Naturschutzbund Siegen-Wittgenstein (NABU) hat das 4.000 Quadratmeter große Gelände erst vor zwei Jahren gekauft.

Wiese wird mit der Zeit noch wertvoller

"Je älter die Wiese wird, desto mehr wird ihr ökologischer Wert zunehmen", sagt NABU-Naturschutzreferent Michael Düben. Eine Streuobstwiese wie in Bad Berleburg könne mehr als 3.000 Tieren Unterschlupf bieten.

In vergangenen Jahrzehnten sind durch intensive Landwirtschaft Obstwiesen immer seltener geworden. Das ist einer der Gründe, warum es weniger Insekten gibt. Dadruch wird auch das Nahrungsangebot für Vögel und Fledermäuse kleiner.

Inzwischen werden Streuobstwiesen wie in Richstein wieder gezielt angelegt und vom Land gefördert. Bis sie ein vollwertiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen sind, vergehen rund 40 Jahre.

Stand: 16.05.2018, 06:54