Wachmänner wehren sich gegen Kündigung

Symbolbild Security

Wachmänner wehren sich gegen Kündigung

  • Vor dem Arbeitsgericht Rheine keine Einigung
  • Mitarbeiter wollten Betriebsrat gründen
  • Wachmänner berichten von schlechtem Umgang

Der Gütetermin am Montag (09.07.2018) vor dem Arbeitsgericht Rheine endete ohne Einigung, so dass es jetzt zum Verfahren kommt. Die beiden Wachmänner waren nur wenige Wochen für die Sicherheitsfirma Dogsec im Einsatz, dann wurden sie gekündigt. Ein Mitarbeiter klagte auf Weiterbeschäftigung. Doch darauf wollte sich die Firma nicht einlassen.

Schwere Vorwürfe gegen Arbeitgeber

Der Wachmann berichtete dem WDR, es herrsche ein sehr rauer Ton bei der Firma Dogsec, Mitarbeiter würden schikaniert und wegen Nichtigkeiten fristlos entlassen. Er habe deshalb zusammen mit zwei Kollegen beschlossen, einen Betriebsrat ins Leben zu rufen. Doch die Initiative sei von der Geschäftsleitung unterbunden worden. Man habe die Kündigung erhalten. Dogsec wollte sich am Montag nicht zu dem Vorfall äußern.

Gerade bei privaten Sicherheitsfirmen gibt es laut der Gewerkschaft ver.di immer wieder große Probleme, Betriebsräte ins Leben zu rufen. Die Chefs hätten an Mitbestimmung kein Interesse. Sie wollten sich nicht von ihren eigenen Mitarbeitern kontrollieren lassen, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin beim ver.di-Bezirksverband Münsterland, Jutta Schultz dem WDR.

Stand: 09.07.2018, 19:45