Streit bei Plettenberger Feuerwehr beigelegt

Das Bild zeigt ein Feuerwehrauto von vorne.

Streit bei Plettenberger Feuerwehr beigelegt

Von Heinz Krischer

  • Löschgruppe Holthausen bleibt vorerst in Feuerwehr
  • Ombudsstelle soll eingerichtet werden
  • Streit mit Feuerwehrchef schwelt seit Jahren

Die Löschgruppe Holthausen der freiwilligen Feuerwehr Plettenberg hat ihr Austrittsultimatum für Montagmittag (01.04.2019) zurückgenommen.

Im Streit um den Feuerwehrchef soll jetzt schnellstmöglich eine Ombudsstelle eingerichtet werden. Das ist das Ergebnis von mehreren Krisensitzungen am Sonntag (31.03.2019) mit Vertretern aus Politik, Feuerwehr und dem Bürgermeister.

Noch am Freitagabend (29.03.2019) hatten die 35 Feuerwehrleute angekündigt, den Dienst einzustellen, wenn der Stadtbrandmeister nicht zurücktritt. Hintergrund sind unterschiedliche Auffassungen über Personalführung und feuerwehrtechnische Dinge.

Die Löschgruppe wird nach eigener Aussage vorbehaltlich im Dienst bleiben. 

Ehrenamt werde nicht gewürdigt

Der Streit schwelt in Plettenberg seit Jahren. Immer wieder werde man vor vollendete Tatsachen gestellt, heißt es aus den Reihen der Holthauser Feuerwehr. Bei wesentlichen Fragen des Brandschutzes würden die Feuerwehrkameraden nicht beteiligt.

Streit bei Plettenberger Feuerwehr

00:28 Min.

"Der Feuerwehrchef herrscht von oben herab", sagt einer der Holthauser Feuerwehrmänner. In einer öffentlichen Stellungnahme kritisiert der kommissarische Leiter der Löschgruppe, dass besonderes ehrenamtliches Engagement nicht anerkannt werde, sondern man von der Feuerwehrleitung nur Spott, Hohn und Missgunst bekomme.

Deshalb sind bereits der Löschgruppenführer und seine Stellvertreter zurückgetreten.

Vorwürfe von Bürgermeister

In einer Stellungnahme verweist Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte (parteilos) darauf, dass die Holthauser Löschgruppe nicht versucht habe, eine "Verbesserung der Gesamtsituation und des Umganges innerhalb der Feuerwehr Plettenberg zu erreichen – im Gegenteil".

Er appellierte im Gespräch mit dem WDR an die Feuerwehrleute, "zur Sachlichkeit zurückzukehren und persönliche Animositäten hintanzustellen".

Stand: 01.04.2019, 09:44