Royaler Erbstreit in Wittgenstein landet vor Gericht

Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (Archivbild vom 11.04.2013)

Royaler Erbstreit in Wittgenstein landet vor Gericht

  • Streit um Erbe von Prinz Richard zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg
  • Cousin beruft sich auf Testament aus NS-Zeit
  • OLG Hamm muss entscheiden

Der Streit um das millionenschwere Erbe von Prinz Richard zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg beschäftigt am Dienstag (14.07.2020) das Oberlandesgericht Hamm.

Sohn sollte Vermögen und Schloss erben

Blumen geschmückter Sarg in der Kirche

Prinz Richard wurde vor drei Jahren beigesetzt

Nach dem Tod des Prinzen im Jahr 2017 sollte sein Sohn Gustav sein Erbe antreten: Er sollte Vermögen, Schloss und Titel erben. Darauf erhebt aber auch Ludwig Ferdinand, ein Cousin des verstorbenen Prinzen, Anspruch.

Der Cousin beruft sich auf ein Testament, das noch aus der Nazizeit stammt. Demnach müsste Gustav eine "adlige, evangelische und arische Frau" heiraten, um das Erbe zu bekommen. Er ist aber noch ledig, seine Freundin ist eine Amerikanerin aus einer bürgerlichen Familie.

"Nicht mehr zeitgemäß"

Gustav weist das Testament zurück, da es nicht mehr zeitgemäß sei. In erster Instanz hatte ein Gericht ihm Recht gegeben.

Stand: 14.07.2020, 12:37