Rechtsextreme Partei soll Kinder in Olpe gefilmt haben

Rechtsextreme Partei soll Kinder in Olpe gefilmt haben

  • Olper Ratsherr zeigt rechtsextreme Partei "Der Dritte Weg" an
  • Die Partei hat Kai Bitzer ein Schlauchboot geschenkt
  • Bei der Übergabe soll ein Parteimitglied seine Kinder gefilmt haben

Der Streit zwischen der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg" und einem Olper Ratsherr geht weiter. Kai Bitzer hat Strafanzeige gestellt, weil ein Parteimitglied seine Kinder gefilmt haben soll.

Schlauchboot an Haustür übergeben

Die Partei hatte dem Stadtrat ein Schlauchboot geschenkt - um ihn auf "ironische" Art zur Ausreise aus Deutschland aufzufordern. Weil Bitzer nicht zuhause war, übergaben die Rechtsextremen das Boot seinen Kindern an der Haustür.

Der Olper Ratsherr Kai Bitzer

Kai Bitzer

Eines der Parteimitglieder habe die Kinder dabei mit dem Handy gefilmt, sagt Bitzer. Deshalb hat er Strafanzeige gestellt: "Allein die Tatsache, dass da Kinder gefilmt werden, die überschreitet ganz, ganz deutlich eine Grenze. Das ist eine Sache, die ich so nicht dulden werde."

"Die Rechte meiner Kinder verletzt"

Der Olper Ratsherr stuft das Vorgehen der Rechtsextremen als illegal ein: "Das ist eine Verletzung meiner Wohnung, meiner Intimsphäre, das ist eine Verletzung der Rechte meiner Kinder, das kann ich so nicht hinnehmen."

Der "Dritte Weg" gilt als eine der rechtsextremsten Parteien überhaupt in Deutschland. Zwischen ihr und Kai Bitzer schwelt schon länger ein Streit: Die Partei hatte per Post "Gutscheine" verschickt - und unter anderem Bitzer darauf aufgefordert, Deutschland Richtung Afrika zu verlassen.

Bitzer hatte auf der Karte angekreuzt, per Schiff auszureisen - und die Partei auf die Schiffskosten verklagt. Ein Gericht hatte die Klage im Juni 2017 aber abgewiesen.

Stand: 20.12.2017, 08:10