Kampf um 200 Arbeitsplätze bei MM Graphia in Bielefeld

Protest von Graphia Mitarbeitern

Kampf um 200 Arbeitsplätze bei MM Graphia in Bielefeld

Den knapp 200 Angestellten am Bielefelder Standort des Druckunternehmens droht die Entlassung. Nach tagelangen Verhandlungen kam es bisher noch zu keiner Einigung.

Ein Arbeitsgericht hat am Donnerstag eine Transfergesellschaft für die rund 200 Mitarbeiter abgelehnt. Gewerkschaften und Arbeitgeber konnten sich nur auf eine Abfindungssumme einigen.

ver.di kündigt weitere Streiks an

Die Gewerkschaft ver.di sagt, dass weitere Streiks nun nicht ausgeschlossen seien. Zum Jahresende soll der Betrieb geschlossen werden. Da weniger geraucht werde, sinke auch der Absatz von Zigarettenverpackungen. Das sei der Grund für die Schließung, so der Konzern. Die Schachteln werden laut Unternehmen hauptsächlich in Bielefeld produziert. Die Produktion umzustellen sei laut eines Unternehmenssprechers ebenfalls gescheitert.

Ver.di hat zu dreitägigem Warnstreik aufgerufen

Ver.di hatte die Beschäftigten zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen, um gegen die Schließung des Traditionsunternehmens vozugehen. Die Gewerkschaft verlangte soziale Tarif-Regelungen für die, von der Entlassung bedrohten Mitarbeiter.

100 Beschäftigte streikten

Bis zu 100 Beschäftigte versammelten sich zum Streik vor dem Werk. Viele von ihnen sind wütend. Sie behaupten, das Unternehmen habe schwarze Zahlen geschrieben. Sie machen Fehler der Unternehmensführung für die Schließung des Werkes verantwortlich.

Stand: 29.07.2021, 18:52