Konzept gegen Verkehrschaos und Fonds für Winterberg

Konzept gegen Verkehrschaos und Fonds für Winterberg

  • Konsequenzen aus Verkehrschaos.
  • Durch Skibus weniger Autos.
  • Bessere Verkehrsinformationen.
  • Kurbeiträge werden erhöht.

Winterberg zieht Konsequenzen aus dem Verkehrschaos des vergangenen Winters. Der erhöhte Ansturm von Touristen hatte in der Saison 2016/2017 an den Wochenenden teilweise zum Verkehrskollaps geführt.

Jetzt wollen Touristiker, Politiker und Behörden gegensteuern. Bereits in der bevorstehenden Saison 2017/2018 sollen einige Maßnahmen dafür sorgen, dass alles reibungsloser abläuft.

Skibus geplant

Ein Skibus soll künftig die Höhendörfer mit der Kernstadt verbinden. "So kriegen wir einige Fahrzeuge von der Straße", hofft Tourismusdirektor Michael Beckmann. Der Skibus soll ab dem zweiten Weihnachtstag (26.12.2017) eingesetzt werden. Er wird dann bis zum 4. März 2018 die Skigebiete rings um Winterberg anfahren.

Zudem werde ein dynamisches Parkleitsystem eingerichtet, so Michael Beckmann: "Wir arbeiten an einer gemeinschaftlichen Kommunikationsstrategie - Sauerland Tourismus, Wintersportarena und die Stadt Winterberg - um die anfahrenden Gäste, aber auch die Menschen in der Region über den aktuellen Status beim Verkehr zu informieren."

250.000 Euro pro Jahr in Fonds

Ein weiteres Thema in der Ratssitzung am Donnerstagabend (19.10.2017) war die Einrichtung eines Winterberg-Fonds. Er soll dazu beitragen, die Stadt für den Tourismusmarkt der Zukunft aufzustellen und als Reiseziel weiterzuentwickeln.

In den Fonds sollen jedes Jahr 250.000 Euro eingezahlt werden. Stadt und Touristiker hoffen, mit einer Kampagne dafür 100.000 Euro an Sponsorengeldern einzuwerben. Außerdem wird der Kurbeitrag von 2,25 Euro auf 2,50 Euro täglich erhöht.

Damit, so Tourismusdirektor Michael Beckmann, liege Winterberg im vorderen Mittelfeld im Vergleich zu anderen deutschen Urlaubsstädten. Vergleichbare Ziele, wie zum Beispiel der Hochschwarzwald, hätten die Kurbeiträge bereits erhöht. Wegen der Digitalisierung werde sich der Wettbewerb künftig weiter verschärfen.

Stand: 20.10.2017, 09:51