Misshandlung in Bürener Abschiebegefängnis?

Misshandlung in Bürener Abschiebegefängnis?

Flüchtlingshelfer haben eine leitende Mitarbeiterin der Abschiebehaftanstalt Büren angezeigt. Sie werfen ihr Körperverletzung und Misshandlung von Gefangenen vor.

Die Vollzugsleiterin der Abschiebehaftanstalt soll angeordnet haben, einem Gefangenen ohne sein Wissen Medikamente ins Essen zu mischen. Und immer wieder sei sie ohne triftigen Grund dabei gewesen, wenn Gefangene zwangsweise entkleidet wurden.

Der Bürener Hilfsverein "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft e.V." hat am Mittwoch (24.01.2018) die Frau angezeigt. Er belegt seine Anschuldigungen mit Berichten von Mitarbeitern.

Bezirksregierung nennt Vorwürfe "haltlos"

Die zuständige Bezirksregierung in Detmold hat die Vorwürfe nach eigenen Angaben umgehend geprüft. Die Anschuldigungen hätten sich aber als haltlos erwiesen. Es sei im übrigen inakzeptabel, dass Bedienstete der Bezirksregierung anonym derart diffamiert würden.

Stand: 24.01.2018, 13:44