Modeunternehmen Ahlers baut in Herford Stellen ab

Modeunternehmen Ahlers baut in Herford Stellen ab

  • Umsatzrückgang von mehr als fünf Prozent
  • Schließungen von Stores und Stellenstreichungen
  • 100 Beschäftigte verlieren Arbeitsplatz

Der Männermode-Hersteller Ahlers musste im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatzrückgang um mehr als 5,4 Prozent auf 223 Millionen Euro hinnehmen. Auch für das aktuelle Jahr erwartet das Unternehmen eine rückläufige Entwicklung. Als Konsequenz will der Textil-Hersteller Teile seines Geschäfts umstrukturieren.

Weitgreifende Umstrukturierungsmaßnahmen

Ziel sei es, sich in dem verändernden Marktumfeld zukunftssicher und nachhaltig profitabel aufzustellen, sagte Vorstandsvorsitzende Stella Ahlers bei der Vorstellung der Unternehmensbilanz am Donnerstag (28.02.2019) in Düsseldorf. Um Schulden abzubauen, will Ahlers unter anderem Kunst im Wert von 5 Millionen Euro und ein Grundstück in Herford verkaufen. Außerdem will man Verkaufsstellen schließen und sich von insgesamt 100 Beschäftigten trennen.

100 Mitarbeiter verlieren Arbeitsplatz

Allein am Stammsitz in Herford sind 70-80 Beschäftigte betroffen. Hinzu kommen weitere 20 Stellen verteilt auf ganz Deutschland. Ahlers hat an den beiden deutschen Standorten Herford und Düsseldorf insgesamt 619 Mitarbeiter. Die Maßnahme sei nur Teil eines Pakets, welches das Unternehmen aus Herford schon im September 2018 mitgeteilt hatte.

5,4 Prozent Minus

Aufsichtsrat und Vorstand hatten im September nach eigenen Angaben außerdem beschlossen, die Sport-Marke Jupiter nach der Wintersaison nicht weiter auszuliefern. Zu Ahlers gehören Modemarken wie Baldessarini, Pierre Cardin, Pioneer und Otto Kern. International arbeiten 2145 Menschen für das Modeunternehmen.

Stand: 28.02.2019, 15:57

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