Überflutete Straßen und Keller im Münsterland

Ein weißer VW Polo ist komplett unter Wasser, nur die Heckklappe ragt geöffnet nach oben.

Überflutete Straßen und Keller im Münsterland

Wegen des starken Regens waren am Mittwochabend und in der Nacht in vielen Orten die Feuerwehren unterwegs. Münsterlandweit gab es rund 800 Einsätze. Meistens mussten voll gelaufene Keller leergepumpt werden.

Man blickt durch ein Loch in einen Keller, darin steht ein Feuerwehrmann mit einem Schlauch in Wasser.

Keller mussten ausgepumpt werden

Allein die Feuerwehr im Kreis Steinfurt musste rund 650 mal ausrücken, vor allem in Rheine. Dort war besonders das Matthias Spital Hospital betroffen. Unter anderem waren Keller und Eingangsbereiche überschwemmt. Zwischenzeitlich konnte das Krankenhaus keine Patienten aufnehmen.

In der Innenstadt von Rheine stand die Unterführung am Bahnhof unter Wasser. In einem Ladenlokal war ein Mann eingeschlossen. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn befreien.

Hallendach eingestürzt

Eingestürztes Hallendach

Das eingestürzte Hallendach in Rheine

Viele Autos versanken in den Wassermassen. Eine Autofahrerin musste aus ihrem Pkw befreit werden, bevor der Wagen in den Fluten unterging. In einem Gewerbegebiet stürzten Teile eines Hallendachs einer Speditionsfirma ein. Verletzt wurde niemand. Die Spedition ist nun dabei, mit befreundeten Firmen Ersatzlösungen für das beschädigte Lager zu finden.

Lage normalisiert sich; Aufräumen in den Häusern

Im Laufe des Donnerstags normalisierte sich die Lage allmählich; von den Regenfluten des Vorabends war auf den Straßen kaum mehr etwas zu sehen. In vielen Häusern dagegen wurde aufgeräumt und gesäubert, um die Folgen des Unwetters zu beseitigen.

Hilfe für andere Regionen

Im übrigen Münsterland hatte es auch heftig geregnet, aber nicht mit so dramatischen Folgen wie in Rheine. Aus der gesamten Region (den Kreisen Borken, Steinfurt, Warendorf und Coesfeld sowie der Stadt Münster) sind insgesamt einige hundert Feuerwehrleute zum Hochwassereinsatz ausgerückt, um zu helfen - vor allem im südlichen Rheinland und dem Raum Aachen. Auch das Technische Hilfswerk und viele DLRG-Helfer, etwa Taucher oder Bootstrupps haben in den Hochwasser-Gebieten geholfen oder sind noch vor Ort.

Nach dem Unwetter in Rheine Lokalzeit Münsterland 15.07.2021 02:25 Min. Verfügbar bis 15.07.2022 WDR Von Antje Kley

Stand: 15.07.2021, 20:00

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