Sensationelle Fundstücke in Gedenkstätte Stalag 326

Sowjetischer Stahlhelm aus dem Zweiten Weltkrieg

Sensationelle Fundstücke in Gedenkstätte Stalag 326

  • Gegenstände ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener
  • Dienstabzeichen, Besteck, Teller
  • Gedenkstätte spricht von Sensation

In der Gedenkstätte Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock haben Archäologen zahlreiche Habseligkeiten von ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen ausgegraben. Einige wurden am Dienstagmittag (03.09.2019) erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Zahlreiche persönliche Habseligkeiten

"Die Funde sind eine Sensation", sagte der Leiter der Gedenkstätte, Oliver Nickel. Im Juli waren beim Bau eines Gebäudes der anliegenden Polizeischule unter anderem Dienstabzeichen, Proviantdosen oder Teller mit Gravuren der Gefangenen gefunden worden. Auch einen sowjetischen Stahlhelm hatten die Archäologen ausgegraben.

Nicht nur sowjetische Gefangene

Archäologischer Fund aus dem ehemaligen "Stalag 326"

Archäologischer Fund aus dem ehemaligen "Stalag 326"

Lederreste von Gürteln und Schuhen, aber auch Funde zahlreicher belgischer Uniformknöpfe belegen eindrucksvoll, dass neben sowjetischen Gefangenen auch Angehöriger anderer Nationen im Lager untergebracht waren.

Die gefundenen Gegenstände werden nun von Archäologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe gesäubert und dokumentiert. Am Dienstagmittag zeigte die Gedenkstätte einige der Fundstücke – zur Erinnerung an die über 300.000 Gefangenen, von denen fast ein Viertel in Schloß Holte-Stukenbrock umkam.

Stand: 03.09.2019, 07:31