NS-Gedenkstätte Stalag 326 bekommt 25 Millionen vom Bund

Sowjetischer Gedenkstein im Stalag 326

NS-Gedenkstätte Stalag 326 bekommt 25 Millionen vom Bund

Für den geplanten Ausbau der NS-Gedenkstätte Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock steuert der Bund 25 Millionen Euro bei.

Die NS-Gedenkstätte Stalag 326 in Schloss Holte-Stukenbrock-Senne soll zu einer sogenannten Gedenkstätte nationaler Bedeutung ausgebaut werden. Dazu stellt der Bund über fünf Jahre rund 25 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Konzept der Gedenkstätten nationaler Bedeutung ermöglicht es dem Bund, sich dauerhaft an der Finanzierung deutscher Erinnerungskultur zu beteiligen. Für den Bereich Kultur, in den die Gedenkstätten fallen, sind sonst die Länder zuständig.

Gedenkstätte als Gemeinschaftsprojekt von Bund, Land und Region

In einer Pressemitteilung betont der Bundestagsabgeordnete Christian Haase, er habe sich im Haushaltsausschuss für die Förderung von "Stalag 326" eingesetzt. Nun müsse der Ausbau als gemeinsames Projekt der Region, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, dem Kreis Gütersloh und dem Land NRW umgesetzt werden.

LWL rechnet mit bis zu 200.000 Besuchern pro Jahr

Nach der Zusage für die Fördergelder des Bundes soll nun die finanzielle Beteiligung des Landes konkretisiert werden. Der geplante Ausbau der NS-Gedenkstätte könnte laut Expertenschätzungen mehr als 60 Millionen Euro kosten. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe rechnet mit jährlich rund 5,6 Millionen Euro für den Betrieb der Anlage und mit bis zu 200.000 interessierten Menschen pro Jahr.

Im "Stammlager 326" wurden während des Zweiten Weltkrieges Kriegsgefangene und Verschleppte des NS-Regimes auf ihre Tauglichkeit für Zwangsarbeit hin untersucht. Schätzungen zufolge starben bis zu 65.000 der Gefangenen, die meisten von ihnen aus der Sowjetunion

Stand: 26.11.2020, 17:06