Zukunft der Elektromobilität: Neue Akku-Recyclinganlage in Hilchenbach

Neues Geschäftsfeld bei der SMS: Akku-Recycling 03:17 Min. Verfügbar bis 08.09.2022

Zukunft der Elektromobilität: Neue Akku-Recyclinganlage in Hilchenbach

In Hilchenbach sollen künftig Rohstoffe aus alten Auto-Akkus recycelt werden. Es geht um Zukunftssicherheit: für Mitarbeiter und die weltweite Akkuproduktion.  

Anlage läuft im Testbetrieb

Firmengebäude

Alte Akkuteile auf dem Weg in den Schredder

Die neue Anlage wurde von der SMS Group zusammen mit dem australischen Partner "Neometals" entwickelt und gebaut. Jetzt läuft sie im Probebetrieb und schreddert alte Lithium-Ionen-Akkus. Bislang werden diese Akkus häufig einfach eingeschmolzen.

Firmengebäude

Michel Siemon

"Da entsteht natürlich eine Menge CO2 und es werden nicht alle Batteriematerialen zurückgewonnen", sagt Michel Siemon von der SMS Group. Mit dem Prozess in der Anlage in Hilchenbach soll sich das ändern.  

Gewinnung seltener Erden

Grafik

Die Anlage in einer grafischen Darstellung

Der Schredder zerlegt die Lithium-Ionen-Akkus in ihre Einzelteile: Plastik und Eisen werden von den wertvollen Rohstoffen getrennt. Kupfer, Nickel, Kobalt oder Lithium können dann über eine Reaktion mit einer Flüssigkeit zurückgewonnen werden.

Der Stahlwerksbauer SMS aus Hilchenbach leidet seit Jahren unter dem rückgängigen Stahlmarkt. Deswegen sucht der Konzern nach neuen Geschäften und steigt in das Akkurecycling ein: mit dem Unternehmen "Primobius", gegründet mit dem australischen Partner.

Zukunftssicherung in Hilchenbach

Firmengebäude

Die Anlage läuft im Testbetrieb

Damit will das Unternehmen die Zukunft des Standortes in Hilchenbach sichern, diese Art Fabriken aber auch weltweit verkaufen. Außerdem soll der Nachschub der extrem wertvollen Rohstoffe für neue Akkus gesichert sein.

Stand: 08.09.2021, 09:07