Halle/Westfalen: Stadt will besetzten Wald nicht im Alleingang räumen lassen

Waldbesetzer sperren den Zuganz zum Wald bei Halle/ Westf.

Halle/Westfalen: Stadt will besetzten Wald nicht im Alleingang räumen lassen

Die Stadt Halle in Westfalen respektiert die Entscheidung des Haller Süßwarenherstellers Storck, auf die Räumung des von Umweltaktivisten besetzten Steinhauser Waldes zu verzichten.

Eine Räumung des Waldes ohne Storck durchzusetzen, komme nicht infrage, erklärte Halles Bürgermeister Thomas Tappe (CDU): „Ein isoliertes Vorgehen der Stadt Halle macht in dieser Angelegenheit keinen Sinn. Und insofern werden wir zukünftig in enger Abstimmung mit der Firma Storck natürlich besprechen, wie es weitergehen kann".

Storck lenkt ein - vorläufig

Tappe kündigte für die nächsten Tage entsprechende Gespräche an. Storck hatte gestern vorläufig davon abgesehen, den auf städtischem Gebiet stehenden Steinhauser Wald als Voraussetzung dafür roden zu lassen, um auf der frei werdenen Fläche sein Firmengelände erweitern zu können.

Umweltaktivisten hatten Sonntag Bäume des Waldes bestiegen und Barrikaden gebaut, um die Rodung zu verhindern. Die Geschichte hatte weit über Halle hinaus tagelang hohe Wellen geschlagen.

Pläne noch nicht vom Tisch

Ursprünglich sollten bis Ende der Woche etwa 100 alte Bäume gefällt und ein Bach verlegt werden. Dem geänderten Flächennutzungsplan hierfür hat der Rat der Stadt Halle bereits zugestimmt. Storck will nun über Alternativen zur Bachverlegung nachdenken und den Wald vorerst bestehen lassen.

Stand: 26.02.2021, 07:17