Spinne in Überseecontainer in Kierspe entdeckt

Feuerwehrmann vor einem LKW.

Spinne in Überseecontainer in Kierspe entdeckt

Gestern Abend erlebten die Mitarbeiter einer Industriefirma in Kierspe-Rönsahl einen Schreckmoment: In einem Frachtcontainer aus Brasilien saß eine große schwarze Spinne.

Der Container war überseeisch geliefert worden. Als er in Kierspe geöffnet wurde, entdeckten die Mitarbeiter darin viele Spinnenetze und -nester. Sie alarmierten die Feuerwehr und das Ordnungsamt, außerdem kam ein Experte aus dem Kölner Zoo hinzu.

Schwarze Witwe eingefangen

Die Einsatzkräfte konnten tatsächlich eine Spinne einfangen. Zuerst wurde das Tier fälschlicherweise für eine Vogelspinne gehalten. Der Spinnenexperte ordnete sie jedoch als Schwarze Witwe ein. Schwarze Witwen sind zwar giftig, für Menschen ist ihr Biss normalerweise aber nicht lebensgefährlich.

Trotzdem konnte der Container noch nicht weiter ausgeräumt werden, denn zwischen den geladenen Metall- und Kuststoffteilen war nicht zu sehen, ob sich noch weitere Tiere eingenistet hatten.

Weitere Spinnen im Container befürchtet

Mehrere leere Nester deuteten darauf hin, sagte Feuerwehrsprecher Christian Schwanke. Darum habe auch der Experte aus dem Zoo als Vorsichtsmaßnahme dazu geraten, den Container wieder zu versiegeln. Eine Spezialfirma wurde damit beauftragt, ihn spinnenfrei zu machen.

Keine Gefahr für Anwohner

"Es war aber zu keiner Zeit eine Gefahrensituation, erst Recht nicht für die Bewohner von Rönsahl", betont Christian Schwanke. Die Berichte vom Spinnenfund hatten insbesondere in den sozialen Medien für Unruhe gesorgt.

Inzwischen ist der leere Container schon wieder abtransportiert. Die eingefangene Spinne wurde in den Zoo gebracht.

Stand: 26.02.2021, 08:57