Kreis Herford: Spediteur hilft mit schweren Baumaschinen beim Aufräumen nach Flut

Ein Bagger wird verladen

Kreis Herford: Spediteur hilft mit schweren Baumaschinen beim Aufräumen nach Flut

Mit schweren Baumaschinen will eine Spedition aus Kirchlengern die Feuerwehr in Rheinland-Pfalz beim Aufräumen unterstützen. 50 Helfer fahren in der Nacht zu Freitag nach Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Als Rocco Daniel Jendroska die Bilder der Flut-Zerstörung im Fernsehen gesehen hat, kamen dem Spediteur für Schwertransporte die Tränen. Und er wusste, sagt er, "ich möchte helfen". Ein Kunde brachte ihn schließlich auf die Idee, die Einsatzkräfte im Krisengebiet an der Ahr mit Baumaschinen zu unterstützen.

Telefon steht nicht mehr still

Erst am Montag hatte Jendroska einen Aufruf in einer Messenger-App gestartet. Seitdem steht sein Telefon nicht mehr still. Viele seiner Kunden aus der Baubranche und sogar deren Kunden wollten ihre Maschinen und Tieflader für die Aufräumarbeiten zur Verfügung stellen, berichtet der 28-jährige.

Sogar deren Mitarbeiter kommen als Maschinenführer mit. "Ich hätte nicht gedacht, dass das so eine Welle schlägt", schildert Jendroska, der immer noch erstaunt über die Hilfsbereitschaft ist. Rund 50 Helfer haben sich bereit erklärt, ins rheinland-pfälzische Bad Neuenahr-Ahrweiler mitzukommen und dort freiwillig mit anzupacken.

Bagger, Radlader und Muldenfahrzeuge "im Gepäck"

Am Ort der Katastrophe wollen die Baufachkräfte die Feuerwehr bei den Aufräumarbeiten unterstützen; etwa mit ihren kleinen und großen Muldenfahrzeugen, Baggern und Radladern, um damit Schutt und Schlamm aus Straßen, Einfahrten und Häusern zu beseitigen und um einsturzgefährdete Häuser Stück für Stück abzutragen.

Spediteur Rocco Daniel Jendroska bereitet den Transport von Baumaschinen vor

Spediteur Rocco Daniel Jendroska ist Initiator der Hilfsaktion

Zurvor hat sich Initiator Rocco Daniel Jendroska einen Ansprechpartner vor Ort gesucht, der ihm mitgeteilt hat, was noch benötigt wird. "Ein großes Problem ist dort der Schutt, der auf den Straßen liegt. Andauernd fährt man sich die Reifen kaputt. Wir haben Reifenmontiergeräte und Ersatzreifen dabei", erklärt Jendroska. Mit Stromaggregaten können sie eigenständig arbeiten.

30 Schwertransporter machen sich auf den Weg

Insgesamt werden sich rund 30 mit Geräten beladene Schwertransporter auf den Weg nach Rheinland-Pfalz machen; der erste von drei Konvois soll den Hof der Spedition in Kirchlengern am frühen Freitagmorgen verlassen.

Die Helfer stellen sich auf bedrückende Bilder und harte Arbeit ein. "Uns erwartet da unten sicher ein sehr hartes Wochenende", glaubt Rocco Daniel Jendroska. "Da wird ja auch nachts gearbeitet, damit es einfach nur vorwärts geht".

Als das Wetter verrückt spielte: Die größten Naturkatastrophen im Westen Heimatflimmern 23.07.2021 01:28:50 Std. UT AD Verfügbar bis 22.09.2021 WDR Von Lothar Schröder

Stand: 22.07.2021, 15:55